BFVDL: Frostschutzmaßnahmen forderten Feuerwehren

In Schwanberg haben Obst- und Weinbauern in der Nacht auf 21. April 2017 Strohballen abgebrannt, um ihre Kulturen vor der Kälte zu schützen. Es war die entscheidende Nacht für die Besitzer von Obst- und Weinanbaugebieten in Schwanberg. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wurden am frühen Freitagmorgen unzählige Strohballen angezündet. Der dadurch entstehende Rauch soll die Frostgefahr in den Weinhängen abwenden.

Aber nicht nur die Winzer hatten in der Nacht auf Freitag viel zu tun. In Schwanberg waren auch die Feuerwehren im Einsatz, um das Abbrennen der Strohballen zu beaufsichtigen. „Besonders am Haderberg in Aichegg wurden großflächige Räucherungen durchgeführt“, berichten ABI Josef Gaich und OBI Walter Koch von der Einsatzleitung. Rund 50 KameradInnen der Feuerwehren Grünberg-Aichegg, Gressenberg, Hohlbach-Riemerberg, Hollenegg, Rettenbach, Schwanberg und Trag kontrollierten ab 1.30 Uhr das Abbrennen von rund 60 Groß- und Kleinballen von Heu und Stroh, grünem Hackgut und Grünschnitt.

Durch die teils starke Rauchentwicklung mussten Autofahrer entlang der B76 auch vor Sichtbehinderungen gewarnt werden. „Es ist alles sehr kontrolliert und ruhig abgelaufen“, zeigt sich ABI Josef Gaich zufrieden. Seitens der Marktgemeinde Schwanberg möchte man sich bei allen Anrainern für das Verständnis bedanken und erwähnen, dass die aufgetretenen Geruchs- und Rauchbelästigungen immerzu gesundheitlich unbedenklich waren.

„Das Frostheizen hat Wirkung gezeigt und der Schaden hält sich größtenteils in Grenzen“, so das gemeinsame Echo der Betroffenen. Allerdings ist in Bereichen, die mit Rauch nicht vollständig abgedeckt werden konnten, mit weitaus höheren Schäden zu rechnen. Durch das Heizen sind aber auch einige Kleingärten, die sich innerhalb der Rauchschwaden befanden, vom Frost verschont geblieben.

Quelle: BFVDL, BI d.V. Thomas Stopper, BA

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