Totschnig zur Waldbrandgefahr: Jetzt ist PrĂ€vention entscheidend Waldbrandgefahr │ © BMLUK

Totschnig zur Waldbrandgefahr: Jetzt ist PrÀvention entscheidend

Wien (OTS) – Aufgrund der außergewöhnlich warmen und trockenen Witterungsperioden besteht derzeit in ganz Österreich eine besonders hohe Waldbrandgefahr. In mehreren BundeslĂ€ndern sind in den vergangenen Tagen schwere WaldbrĂ€nde ausgebrochen. Von enormem Ausmaß sind die beiden WaldbrĂ€nde im Lesachtal in KĂ€rnten und in Eisbach-Rein in der Steiermark, bei denen mehrere hundert Feuerwehrleute im Einsatz sind.

Bundesminister Norbert Totschnig: „WaldbrĂ€nde haben in den vergangenen Tagen ihr zerstörerisches Ausmaß gezeigt. Mehr als 8 von 10 WaldbrĂ€nden verursacht der Mensch. FĂŒr die PrĂ€vention von WaldbrĂ€nden und zum Schutz unserer heimischen WĂ€lder ist es notwendig, sich der Gefahr bewusst zu sein und verantwortungsbewusst zu handeln. Um unsere WĂ€lder auch in Zeiten des Klimawandels zu bewahren, setzen wir auf integrierte, vorausschauende Strategien zur BrandverhĂŒtung, BrandbekĂ€mpfung und Wiederbewaldung. Dazu gehören das Aktionsprogramm ‚Brennpunkt Wald‘ sowie zahlreiche Förderprojekte im Rahmen des Waldfonds.“

WaldbrandprÀvention im Rahmen des Waldfonds

Das Aktionsprogramm „Brennpunkt Wald“ umfasst 39 Maßnahmen und setzt auf eine enge Vernetzung sowie Zusammenarbeit unterschiedlichster Organisationen. Ziel ist es, sowohl die wissenschaftliche Erforschung von WaldbrĂ€nden als auch die Ausstattung fĂŒr deren BekĂ€mpfung langfristig sicherzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der PrĂ€vention und der Bewusstseinsbildung, insbesondere bei Waldbesucherinnen und Waldbesuchern. Denn mehr als 80 Prozent der WaldbrĂ€nde in Österreich werden durch menschliches Verhalten verursacht.

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FĂŒr diese Maßnahmen stehen Mittel aus dem Waldfonds in der Höhe von 13,9 Mio. Euro zur VerfĂŒgung. FĂŒr die Feuerwehren wurden rund 7 Millionen Euro in SpezialausrĂŒstung fĂŒr die WaldbrandbekĂ€mpfung investiert. Diese Förderung stĂ€rkt die Vorbereitung auf EinsĂ€tze deutlich und erhöht sowohl die Effizienz als auch die Sicherheit der EinsatzkrĂ€fte erheblich. Ohne diese vorbeugenden Maßnahmen des Waldfonds hĂ€tten zahlreiche WaldbrĂ€nde in den vergangenen Jahren nicht so rasch und zielgerichtet eingedĂ€mmt werden können.

Totschnig: „WaldbrandbekĂ€mpfung wird grundsĂ€tzlich durch unsere zum Großteil freiwilligen Feuerwehren bewĂ€ltigt. Sie sorgen bei jedem ihrer EinsĂ€tze fĂŒr unsere Sicherheit, und sind ein wertvoller Faktor fĂŒr das Gemeinschaftsleben in unseren Regionen. Ich bedanke mich fĂŒr das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute, die bei den EinsĂ€tzen unermĂŒdlich großartige Arbeit leisten.“

PrÀvention durch aktive Waldbewirtschaftung und Infrastruktur

FĂŒr die PrĂ€vention von WaldbrĂ€nden können zudem aktive Bewirtschaftungsmaßnahmen eine entscheidende Rolle spielen. Auch die vorhandene Erschließung mit Forststraßen in Österreichs WĂ€ldern erleichtert den EinsatzkrĂ€ften die BekĂ€mpfung von WaldbrĂ€nden und trĂ€gt dazu bei, die Ausbreitung der BrĂ€nde einzuschrĂ€nken. Eine gut geplante und ausgebaute Waldinfrastruktur ist vor allem in den entlegenen Regionen der Alpen wichtig fĂŒr die BekĂ€mpfung unkontrollierter BrĂ€nde. FĂŒr Waldbesuchende sind vor allem fĂŒnf GrundsĂ€tze wichtig:

  • Im Wald nicht rauchen.
  • Kein Feuer im Wald entzĂŒnden.
  • Vorsicht beim Umgang mit Brauchtumsfeuern und Feuerwerk in der NĂ€he von WĂ€ldern.
  • Verbote bei Waldbrandgefahr beachten.
  • WaldbrĂ€nde sofort der Feuerwehr (122) melden.

Aktuelle Situation in Österreich

Seit Jahresbeginn gab es 75 dokumentierte WaldbrÀnde mit einer verbrannten FlÀche von ca. 150 Hektar. (Stand 28.04.2026)

  • Aufgrund der unterdurchschnittlichen NiederschlĂ€ge seit Jahresbeginn ist die Waldbrandgefahr derzeit erheblich. Zwar ist durch den einsetzenden Vegetationsaustrieb die Gefahr fĂŒr WaldbrĂ€nde etwas gesunken, dennoch ist regional Vorsicht geboten.
  • Forstgesetz § 40: Im Wald und in seiner NĂ€he darf nur jemand Feuer machen, der ausdrĂŒcklich dazu berechtigt ist. Es ist zum Beispiel verboten, brennende oder noch glimmende Dinge wie Zigaretten oder Streichhölzer einfach wegzuwerfen.
  • Wenn die Waldbrandgefahr besonders hoch ist, kann die Behörde das FeueranzĂŒnden und Rauchen im Wald und in der NĂ€he des Waldes vollstĂ€ndig verbieten, um Menschen, Tiere und Natur zu schĂŒtzen. Dann erlĂ€sst die Bezirkshauptmannschaft eine zeitlich begrenzte Verordnung fĂŒr Maßnahmen zur Waldbrandvermeidung (Waldbrandverordnungen).
  • In Österreich sind in den meisten Bezirken schon Waldbrandverordnungen in Kraft.
  • Jegliches EntzĂŒnden von Feuer, das Wegwerfen von glimmenden GegenstĂ€nden etc. ist damit in Waldgebieten und in WaldnĂ€he untersagt.
  • Generell gilt in ganz Österreich ein achtsamer Umgang mit Feuer!

Quelle: OTS

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