Brand in St. Gallen

Am Nachmittag des 18. Mai brach bei Flämmarbeiten mit einem Gasbrenner am Flachdach eines Kunststoffverarbeitungsunternehmens in St. Gallen ein Brand aus, der sich infolge rasch auf das darunterliegende Erdgeschoß ausbreitete.

Um 16:40 alarmierte "Florian Liezen" die ortszuständige Feuerwehr St. Gallen. Nach Erkunden der Lage wurde seitens Einsatzleitung die Nachalarmierung der weiteren Feuerwehren im Abschnitt, sowie zweier Feuerwehren aus dem benachbarten Oberösterreich veranlasst. Sofort wurde eine Stromabschaltung durch die Energie Steiermark veranlasst, um einen gefahrlosen umfassenden Löschangriff durchführen zu können. Mit mehreren HD-Rohren wurden parallel dazu Innenangriffe unter schwerem Atemschutz durchgeführt. Aufgrund der heftigen Rauchentwicklung ordnete die Landeswarnzentrale über Rundfunk die Bevölkerung an, ihre Häuser nicht zu verlassen und die Fenster geschlossen zu halten.

Der Löschangriff gestaltete sich äußerst aufwendig, da Teile des Flachdaches mit Spitzhacken und Motorsägen abgebrochen werden mussten, um zu den Glutnestern in der Decke zu gelangen. Summa Summarum wurden für den Schaumangriff 1.800 Liter Schaummittel zugemischt. Erst um 20:34 Uhr meldete die Einsatzleitung "Brand Aus" an die Bezirksfeuerwehrzentrale, die Nachlöscharbeiten dauerten aber noch bis in die späten Nachtstunden an. Für die Dauer des Löscheinsatzes gab es im gesamten Raum St. Gallen keinen elektrischen Strom. Der Sachschaden ist enorm, aber noch nicht bezifferbar, so sind etwa die hausinterne Trafostation, die Heizungsanlage sowie Produktionsflächen und Waren ein Raub der Flammen geworden.

Vorsorglich verteilte das Rote Kreuz insgesamt 80 Cortison-Sprays an die Einsatzkräfte sowie an 6 Zivilpersonen. Ein Zivilist erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde vor Ort vom Notarzt, einem einheimischen Praktiker versorgt.

Insgesamt standen 12 Feuerwehren mit rund 200 Mann im Einsatz (Feuerwehr-Einsatzleiter: HBI Daniel Rohrer / FF St. Gallen),
aus dem Bezirk Liezen / Abschnitt St. Gallen: FF St. Gallen, FF Altenmarkt, FF Weissenbach, FF Großreifling, FF Mooslandl, FF Kirchenlandl, FF Lainbach, FF Oberreith

aus Oberösterreich:

FF Kleinreifling, FF Unterlaussa
BFV Liezen mit Abschnittsfeuerwehrkommandant und Bezirkspressebeauftragtem

weiters:

Rote Kreuz mit 3 RTW (5 weitere RTW in Bereitschaft), 1 Notarzt und 10 Sanitätern
BH Liezen mit Katastrophenschutzreferenten,
Polizei mit Brandermittler
Energie Steiermark
Betriebsleitung

Quelle: BFV Liezen/Schlüßlmayr