Inhalt:
Wien (OTS) –
- Knapp die HĂ€lfte der Ăsterreicher:innen engagiert sich fĂŒr die gute Sache
- Sportvereine, Feuerwehren und Nachbarschaftshilfe ziehen die meisten Freiwilligen an, Brand- und Katastrophenschutz begeistert besonders junge Menschen
- Drei Viertel der ehrenamtlich TĂ€tigen nennen den Wunsch zu helfen als Hauptmotiv fĂŒr ihr Engagement, wĂ€hrend Zeitmangel die gröĂte HĂŒrde darstellt
- Um die wertvolle Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren in den Gemeinden zu unterstĂŒtzen, setzen die Allianz Ăsterreich und der Bundesfeuerwehrverband in einer neuen Partnerschaft gemeinsam auf GefahrenprĂ€vention
Ehrenamtliches Engagement hĂ€lt unsere Gesellschaft zusammen â besonders deutlich wird das bei den Freiwilligen Feuerwehren, die unsere Gemeinden im Ernstfall schĂŒtzen. Die Allianz Ăsterreich und der Bundesfeuerwehrverband schlieĂen sich daher in einer neuen Partnerschaft zusammen und setzen gemeinsam ein Zeichen fĂŒr Sicherheit und PrĂ€vention. Zum Auftakt ihrer Zusammenarbeit haben die beiden eine reprĂ€sentative Umfrage zum Stellenwert des Ehrenamts in Ăsterreich in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen: Freiwilliges Engagement ist tief in der österreichischen Gesellschaft verwurzelt und wird von einem groĂen Teil der Bevölkerung gelebt.
Knapp die HĂ€lfte der Ăsterreicher:innen sind ehrenamtlich aktiv
Laut der Umfrage unter 1.000 Personen engagiert sich ein groĂer Teil der Bevölkerung ehrenamtlich, dazu Daniel MatiÄ, CEO der Allianz Ăsterreich: âFast jede:r zweite Ăsterreicher:in engagiert sich im Laufe des Lebens ehrenamtlich. Aktuell setzt mehr als ein Viertel (27 %) Zeit und Kraft fĂŒr einen wohltĂ€tigen Zweck ein â ĂŒber die HĂ€lfte davon (55 %) mindestens einmal im Monat. Diese Zahlen zeigen, wie tief das Ehrenamt in unserem Land verankert ist. Dieses stille Sicherheitsnetz stĂ€rkt die Krisenfestigkeit unserer Gesellschaft und trĂ€gt jeden Tag zum Schutz unserer Bevölkerung bei â besonders sichtbar bei den 4.450 Freiwilligen Feuerwehren. Aufgebaut ist dieses Sicherheitsnetz auf Werten wie VerlĂ€sslichkeit, Vorsorge und SolidaritĂ€t â genau dafĂŒr stehen auch wir als Allianz Ăsterreich.â
Neben den 27 % aktiven Freiwilligen kommen 20 %, die in der Vergangenheit ehrenamtlich aktiv waren. Besonders erfreulich: Weitere 20 % können sich vorstellen, sich kĂŒnftig fĂŒr die gute Sache einzusetzen oder haben sogar schon konkrete PlĂ€ne dafĂŒr gefasst.
Von der Sportplatz-Betreuung bis zum Feuerwehr-Einsatz
Die Palette des freiwilligen Engagements ist bunt: Am hĂ€ufigsten treffen sich Freiwillige am Sportplatz. Rund ein Drittel (33 %) aller Ehrenamtlichen ist dort aktiv, wobei sich mehr MĂ€nner (37 %) als Frauen (27 %) in einem Sportverein einbringen. Darauf folgt der Brand- und Katastrophenschutz: Jede:r FĂŒnfte (20 %) steckt Zeit, Energie und Herzblut in den Dienst einer der 4.450 Freiwilligen Feuerwehren des Landes. Hier zeigt sich ein deutlicher Geschlechterunterschied im Gesamtvergleich: 30 % der ehrenamtlich aktiven MĂ€nner sind im Brand- und Katastrophenschutz tĂ€tig, bei den Frauen sind es 7 %. Zugleich ist aber auch eine bemerkenswerte Begeisterung der jungen Generation zu erkennen: Mit einem Anteil von 40 % sind die 14- bis 19-JĂ€hrigen in diesem Bereich besonders stark vertreten. Den dritten Platz belegt die Nachbarschaftshilfe â in diesem stillen, aber unverzichtbaren Pfeiler des sozialen Miteinanders ist etwa jede:r siebte Freiwillige in Ăsterreich (14 %) tĂ€tig.
Insgesamt verteilt sich das ehrenamtliche Engagement in etwa gleichmĂ€Ăig auf Frauen und MĂ€nner. Frauen bringen sich hĂ€ufiger in den Bereichen Bildung, Jugend und Schule (19 % vs. 9 % der MĂ€nner) sowie Soziales, Gesundheit und Pflege (17 % vs. 8 % der MĂ€nner) ein.
Der Wunsch zu helfen als Beweggrund Nummer 1
Als Hauptmotiv fĂŒr ihr Engagement nennen drei Viertel (76 %) der Freiwilligen den Wunsch, anderen zu helfen. Ein fast ebenso hoher Anteil (72 %) gibt an, dass ihnen das Ehrenamt Sinn und ErfĂŒllung bietet. 65 % schĂ€tzen die Freiwilligenarbeit als sinnvolle Gestaltung ihrer Freizeit.
So groĂ die Bereitschaft fĂŒr das freiwillige Engagement ist, so real sind aber auch die Hindernisse: Der mit Abstand hĂ€ufigste Grund sich nicht zu engagieren, ist Zeitmangel (44 %). Ein FĂŒnftel empfindet den Aufwand als zu hoch oder bekundet mangelndes Interesse (20 %). Erfreulich hingegen: Negative Erfahrungen mit dem Ehrenamt in der Vergangenheit spielen kaum eine Rolle, ebenso wenig wie fehlende Möglichkeiten in der Umgebung oder Unsicherheiten bezĂŒglich Versicherung und Haftung.
Die Freiwillige Feuerwehr: Vertrauen, Mut und unermĂŒdlicher Einsatz
Wie groĂ das Engagement fĂŒr das Gemeinwohl ist, stellen die 350.000 Mitglieder der 4.450 Freiwilligen Feuerwehren Ăsterreichs mit jĂ€hrlich etwa 4,4 Millionen Einsatzstunden unter Beweis. FĂŒr ihren unermĂŒdlichen Einsatz werden sie laut Umfrage von der Bevölkerung mit höchster WertschĂ€tzung bedacht: VerlĂ€sslichkeit (88 %), Mut (86 %), Schnelligkeit (85 %) und ehrenamtliches Engagement (85 %) â diese Attribute verbinden die Ăsterreicher:innen mit den Freiwilligen Feuerwehren. Der Kontakt zur Feuerwehr ist dabei lebendiger als man denkt: 42 % der Ăsterreicher:innen hatten in den letzten zwölf Monaten direkten Kontakt â etwa bei Infoveranstaltungen oder Festen zu Gunsten der Organisationen. Im Rahmen eines Ernstfall-Einsatzes waren glĂŒcklicherweise nur rund 6 % der Befragten auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen.
âDie groĂe WertschĂ€tzung in der Bevölkerung freut uns sehrâ, sagt Robert Mayer, PrĂ€sident des Ăsterreichischen Bundesfeuerwehrverbandes. âIch möchte allen Freiwilligen bei den Feuerwehren meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen. Trotz ihres oft hektischen Berufs- und Privatlebens nehmen sie sich die Zeit fĂŒr dieses wichtige Engagement. Ohne sie wĂ€re die schnelle und verlĂ€ssliche Hilfe, von der der Schutz der Bevölkerung im Ernstfall abhĂ€ngt, in unseren Gemeinden nicht möglich.â
Eine neue Partnerschaft fĂŒr mehr Sicherheit: Allianz Ăsterreich und Bundesfeuerwehrverband ziehen an einem Strang
Wie die Feuerwehren steht auch die Allianz seit jeher fĂŒr VerlĂ€sslichkeit und Hilfe in Notsituationen. Beide Organisationen haben sich der Sicherheit von Menschen als zentrale Mission verschrieben â die einen durch direkte Hilfe vor Ort, die anderen durch umfassende Absicherung im Schadensfall. In der neuen Kooperation bĂŒndeln die Partner ihre KrĂ€fte, um ihrem gemeinsamen Anspruch gerecht zu werden: Menschen in unvorhergesehenen Situationen beizustehen und ihnen Halt und UnterstĂŒtzung zu bieten â idealerweise schon bevor etwas passiert.
âAls Allianz Ăsterreich unterstĂŒtzen wir die wertvolle Arbeit der Feuerwehren durch gemeinsame PrĂ€ventionsarbeit und AufklĂ€rung direkt bei den Menschen vor Ort sowie durch spezielle Versicherungsleistungen und Vorteile fĂŒr freiwillige Feuerwehrmitgliederâ, erlĂ€utert Daniel MatiÄ die Kooperation. âBesonders im Bereich der GefahrenprĂ€vention können wir unser Know-how bĂŒndeln und gemeinsam mit dem Bundesfeuerwehrverband fĂŒr noch mehr Schutz sorgen. Wenn wir Risiken frĂŒhzeitig erkennen und SchĂ€den reduzieren, gewinnen alle: die Feuerwehr, unsere Kund:innen und die Gemeinden. Denn der beste Schaden ist der, der gar nicht erst entsteht.â
Robert Mayer fĂŒgt hinzu: âMit der Allianz an unserer Seite können wir durch prĂ€ventive MaĂnahmen den Stellenwert der Sicherheit in unserer Bevölkerung weiter ausbauen. Gemeinsam mit unseren freiwilligen Feuerwehrfrauen und FeuerwehrmĂ€nnern stĂ€rken wir die schnelle Hilfe vor Ort und den Schutz unserer Mitmenschen â im Ernstfall ebenso wie durch gezielte PrĂ€vention schon im Vorfeld.â
Ăber die Umfrage
Die bevölkerungsreprĂ€sentative Befragung wurde im Auftrag der Allianz Ăsterreich und des Ăsterreichischen Bundesfeuerwehrverbandes vom Marktforschungsinstitut Marketagent mittels Online-Befragung durchgefĂŒhrt. Im Zeitraum vom 29. Oktober bis 4. November 2025 wurden 1.060 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren in Ăsterreich befragt. Die Studie ist reprĂ€sentativ nach Alter, Geschlecht, Region und Bildung. Mehrfachnennungen waren möglich. Alle Prozentzahlen wurden gerundet.
Quelle: OTS


