Jahresvollversammlung FF Braunau

Am Freitag den 02.03.2012 fand die 146. Vollversammlung der Freiwilligen Stadtfeuerwehr Braunau am Inn im Veranstaltungszentrum Braunau statt. Sehr auffällig hierbei war die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle bei denen das hydraulische Rettungsgerät zum Einsatz kam. Der Gesamtstundenaufwand schlägt mit 19.733 Stunden zu Buche - umgerechnet elf Vollzeitkräfte müssten finanziert werden um diese Stunden für die Sicherheit in Braunau aufzubringen. Anzumerken sei hierbei dass es sich um freiwillige, unentgeltich geleistete Stunden handelt. Mit Ende des Jahres zählte die FF Braunau insgesamt 66 aktive Mitgieder, erfreuliche 6 davon weiblich. Ebenfalls stark vertreten - die Jugendgruppe der FF Braunau. Diese zählte Ende 2011 ganze 28 Mitglieder, unter ihnen 4 Mädchen.

Ein kleiner Auszug aus den größten Einsätzen des abgelaufenen Jahres:

LKW Unfall auf der B148 - Bei extremen Glatteis kollidierten einige LKWs - drei Menschen wurden in Ihren Führerhäusern eingeklemmt

Personenrettungen: Person liegt unter Tankwagen sowie wenige Wochen darauf Person liegt unter PKW - diese beiden Einsätze gingen den Mitgliedern der FF Braunau besonders nahe da die Personen sehr schwere Verletzungen davontrugen.

Brand in der Volksschule Laab - durch richtiges Reagieren der Lehrpersonen konnten alle Schüler wohlbehalten aus den Klassen zum Sammelplatz gebracht werden.

Etliche Veränderungen in Ausbildung und Einsatztaktik konnten im Jahr 2011 durchgesetzt werden. So wurde eine Heißausbildung für angehende Atemschutzträger organisiert, in der ein kontrollierter Brand in einem Abbruchobjekt bekämpft werden musste. Am Bauhof in Braunau wurden etliche Autos in ihre Einzelteile zerlegt um bei technischen Einsätzen die Verunfallten schnellst möglich sowie schonend aus ihren Fahrzeugen zu befreien. Auch die Umstellung des Atemschutzeinsatzes bezüglich Zwei-Mann-Trupp wurde mit positiven Ergebnissen umgesetzt. Auch wenn viele Meinungen auf einen Drei-Mann-Trupp festgefahren sind, so ist die Reduktion um einen Mann vor allem bei Tagalarmeinsätzen ein enormer Ressourcengewinn.

Neben der Taktik wurden auch die Fahrzeuge an die Bedürfnisse und Anforderungen angepasst. So wurden im Fahrzeug "TANK1" Löscher mit den verschiedensten Löschmitteln wie Schaum, Glutbrandpulver, Metallbrandpulver und Kohlenstoffdioxyd ergänzt. Aus den Einnahmen des "Tag der offenen Tür" konnte ein Rettungszylinder für das neu angeschaffte hydraulische Rettungsgerät finanziert werden.

Die Alarmausfahrt zur Simbacher Landesstraße wurde um eine Warneinrichtung ergänzt. Diese, in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Braunau beschaffte Anlage gibt gelbe, helle Warnsignale als Blinkfolge in beide Fahrtrichtungen ab. Sollte ein Einsatz anliegen und ein Fahrzeug überfährt die Induktionsschleife der Ausfahrt wird das System für eine gewisse Zeit aktiviert.

Quelle: FF Braunau