BFVDL: Gefahrguteinsatz bei einem Lannacher Industriebetrieb Gefahrguteinsatz │ © FF Lannach, FF Lebring-St. Margarethen

BFVDL: Gefahrguteinsatz bei einem Lannacher Industriebetrieb

Am 21. Juli 2026 wurde um 15:28 Uhr die Feuerwehr Lannach und das ÖF Ettendorf mit dem Alarmstichwort „T17C-Schadstoff-Chemie“ zu einem Lagerbetrieb in Industriezentrum Lannach alarmiert. Der Zusatzinformation zufolge war bei einem LKW Gefahrgut ausgetreten – konkret Stoffe der UN-Nummern 1791 (Hypochloritlösung), UN 3264 (ätzender saurer anorganischer flüssiger Stoff) und UN 1824 (Natriumhydroxidlösung).

Der Lenker hatte den Austritt beim beabsichtigten Abladen bemerkt. Da es sich um einen Auflieger in geschlossener Bauweise handelte, war die Lage zunächst unklar, welcher Stoff ausgetreten ist und in welcher Menge.

Nach dem Eintreffen wurde die Einsatzstelle abgesichert und der Betrieb evakuiert. Eine erste Erkundung erfolgte unter schwerem Atemschutz mit Chemieschutzausrüstung. Parallel dazu wurde ein innerer Absperrradius von 50 Metern und ein äußerer von 100 Metern eingerichtet; die Zufahrtsstraßen wurden gesperrt.

Die Feuerwehren Lieboch und Blumegg-Teipl wurden als Atemschutzreservetrupps nachalarmiert.
Die Einsatzleitung stand während des gesamten Einsatzes in engem Kontakt mit dem Schadstoffregionalkommandanten und dem Einsatzoffizier der BF Graz. Zusätzlich wurde laufend Rücksprache mit dem Chemiealarmdienst des Landes Steiermark gehalten. Der Betriebsleiter war vor Ort und stand für weitere Auskünfte zur Verfügung.

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Zur weiteren Unterstützung wurde der Schadstoffzug-Süd nachalarmiert (Feuerwehr Lebring-St. Margarethen mit GSF sowie die Deko-Straße und das Messfahrzeug der Berufsfeuerwehr Graz).

Polizei und Rotes Kreuz waren ebenfalls an der Einsatzstelle.

Nach Abklärung der Lage wurde der LKW-Auflieger händisch unter Schutzausrüstung entladen. Die aufgebrochenen Kanister sowie kontaminiertes Material wurden in Spezialbehälter verbracht, das ausgetretene Gefahrgut wurde gebunden. Die Entsorgung übernimmt eine Spezialfirma.

Anschließend wurden die betroffenen Bereiche gereinigt und der restlich ausgetretene Stoff mit Wasser verdünnt; das kontaminierte Wasser wurde von einer Spezialfirma abgesaugt. Vor dem Verlassen der Einsatzstelle durchliefen die eingesetzten Kräfte die Dekontamination. Abschließend wurde die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

Die Ursache des Stoffaustritts ist unklar und Gegenstand der Ermittlungen der Polizei. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung durch den Austritt des Gefahrgutes. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz:

Insgesamt 18 Fahrzeugen und knapp 70 Einsatzkräften.

Quelle: BFV Deutschlandsberg, OBI Kevin Naterer – Abschnittspressebeauftragter Abschnitt 08 – Lannach

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