FF Ohlsdorf: Neuerlicher Brand im Gasthof

Aufwendige Räumung forderte Einsatzkräfte

Nach dem Großbrand in der Nacht wurde die Feuerwehr Ohlsdorf am Sonntag, den 27. Februar 2011 um 08:33 Uhr wieder zum Gasthof nach Ehrenfeld alarmiert. Der abgebrannte Bereich wurde in der Nacht mehrmals von der Feuerwehr als auch vom Besitzer überprüft. Am Morgen trat Rauch neben der ersten Ausbruchstelle aus. Unverzüglich wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

Von der Einsatzleitung wurde vor Ort entschlossen, die Betriebsfeuerwehr Steyrermühl mit dem Hubrettungsgerät und einem Tankwagen zur Einsatzadresse nachzuholen, da ein Teil der Dachhaut geöffnet werden musste. Anfangs wurde dies mit schwerem Atemschutz durchgeführt, um bis zum Brandherd vordringen zu können.

Ursache der Rauchentwicklung

Nach dem die Dachhaut geöffnet war wurde ein mit bis zu 50 Zentimeter dicken Mauern verbauter Schacht freigelegt, in welchem sich die Belüftung der Küche sowie eines großen Saales befand. Zwischen der Lüftung und der Mauer wurde ein Flies- ähnlicher Stoff als Isolierung eingebracht. Diese gloste stark dahin und verursachte die Rauchentwicklung. Vermutlich versteckte sich hinter der Mauer ein Glutnest welches sich im Laufe der Zeit durch die Isolierung fraß.

Weitere Vorgehensweise

Nach einer einsatztaktischen Besprechung mit dem Eigentümer wurde entschieden, die Mauer im Erdgeschoß sowie im ersten Stock aufzustemmen, um zu dem Material vordringen zu können. Ohne Frage stand klar, dass ein Brand Aus nur durch die komplette Räumung der Isolierung zu Stande kommen konnte. Mit Netzmittel wurde versucht die Temperatur abzusenken. Um besser in den Schacht eindringen zu können wurde der Heuwehr Stützpunkt Gschwandt von der Einsatzleitung alarmiert, da diese sehr lange Lanzen am Fahrzeug mitführt und somit tief in den Schacht gebracht werden konnten.

Nach dem Eintreffen des Sonderfahrzeuges aus Gschwandt wurde begonnen die Isolierung aus dem Schacht zu entfernen. Dabei musste diese händisch mit leichtem Atemschutz aus der Maueröffnung geschaufelt werden. Von oben her wurde versucht mit dem Hubsteiger das Material nach unten zu stoßen, um so viel wie möglich ausräumen zu können.

Harter Arbeitseinsatz zeigte Erfolg

Der harte Arbeitseinsatz der Einsatzkräfte zeigte nach fast vier Stunden den gewünschten Erfolg. Der Schacht konnte komplett vom Isolierungsmaterial geräumt werden. Da im Schacht selbst eine Holzsäule verbaut ist, welche ebenfalls Brandspuren aufweist, wurde beschlossen bis Montag, 28. Februar 2011 morgens eine Brandwache vor Ort zu stellen.

Im Einsatz standen:

FF Ohlsdorf, 26 Mann, 4 Fzg. (KDO, MTF, LFB-A2 und RLF-A 2000)
BTF Steyrermühl, 8 Mann, 4 Fzg. (TLF-A 4000, RLF-A 4000, HUB, ASF)
FF Gschwandt, 4 Mann, 1 Fzg. (Heuwehr)
AFK Kdt. BR Christian Huemer, 1 Fzg.
Polizei, 2 Mann, 1 Fzg.
BVS – Brandverhütungsstelle, 1 Mann, 1 Fzg.
Bgm. Christine Eisner

Quelle: FF Ohlsdorf