Zwei Brände in Graz - Pensionistin gerettet

In der Nacht auf 02.03.2010 mussten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Graz gleich zweimal zu Zimmerbränden ausrücken. In einem Mehrparteienhaus in der Dreierschützengasse meldeten Bewohner ein stark verrauchtes Stiegenhaus, wenige Minuten später meldeten Bewohner eines Hauses in der Feuerbachgasse 5 ebenfalls ein verrauchtes Stiegenhaus - Hochbetrieb für die Feuerwehrkräfte der steirischen Landeshauptstadt.

"Innerhalb einer Stunde liefen die Telefon vergangene Nacht in der Notrufzentrale heiß, wir wurden zu zwei Zimmerbränden gerufen!", berichtet Disponent Oberbrandmeister Hans Reicht aus der Notrufzentrale. Noch vor Mitternacht gegen 23:35 Uhr meldete eine aufmerksame Bewohnerin im vierten Stock des Hauses Dreierschützengasse 22 eine starke Verrauchung ihres Stiegenhauses. Sofort rückten unter der Einsatzleitung von Brandrat Ing. Dieter Pilat entsprechend der Ausrückeordnung fünf Einsatzfahrzeuge mit 21 Mann aus. Nach der ersten Erkundung durch die Einsatzkräfte der Zentralfeuerwache vom Lendplatz konnte bereits nach wenigen Minuten Entwarnung gegeben werden. "Die Ursache der Rauchentwicklung war rasch gefunden, in der Küche wurde von uns angebranntes Kochgut entdeckt", berichtet Einsatzleiter Brandrat Ing. Pilat. Bis kurz nach Mitternacht dauerten noch notwendige Belüftung- und Sicherungsmaßnahmen an, danach rückten die Florianis wieder ein.

Bereits wenige Minuten später, um 00:38 Uhr meldeten mehrere Anrufer aus dem Haus Feuerbachgasse 5 wiederum ein stark verrauchtes Stiegenhaus. "Die Vielzahl der Notrufer deutet meist auf ein größeres Ereignis hin!", weiß Oberbrandmeister Hans Reicht aus der Notrufzentrale. Sofort setzen sich die Einsatzkräfte der Zentralfeuerwache am Lendplatz unter der Einsatzleitung von Brandrat Ing. Dieter Pilat wiederum in Bewegung.

"Durch den kurzen Anfahrtsweg konnten wir die Bewohner vor größeren Schäden bewahren und mussten so auch nicht das gesamte Gebäude evakuieren", bilanziert Einsatzleiter Pilat. Nach drei Minuten war der gesamte Löschzug mit fünf Einsatzfahrzeugen und 21 Mann vor Ort. Unter schwerem Atemschutz wurde eine Erkundung durchgeführt, mittels Hochdrucklüfter das Stiegenhaus belüftet und rauchfrei gemacht.

"In einer Kellerwohnung konnten wir einen Kleinbrand lokalisieren und mittels Hochdruckrohr rasch löschen!", beschreibt Einsatzleiter Ing. Pilat die Tätigkeit der Florianis. Besonderes Glück hatte die Bewohner der betroffenen Kellerwohnung, eine Pensionistin wurde von den Feuerwehrmännern aus ihrer Wohnung gerettet und mit einer vermutlichen Rauchgasvergiftung an das Rote Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben.

Der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

Quelle: Feuerwehr Graz
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