BFK Kirchdorf an der Krems: Der Technische Einsatz

Geänderte Herausforderungen für die Feuerwehr

Unter diesem Motto stehen die gemeinsamen Ausbildungen des AFKDO Windischgarsten. Um dieses sehr breite Themenfeld beüben zu können wurden drei Schwerpunkte festgelegt.

– Alternative Antriebe
– LKW Unfallrettung
– Team-Building im Einsatz

Zu den ersten beiden Schwerpunkten konnte jeweils ein externer Trainer engagiert werden um eine qualitativ hochwertige und fachlich gesicherte Wissensvermittlung in Theorie und Praxis gewährleisten zu können.

Am 16.02.2019 Februar fand im Feuerwehrhaus Spital am Pyhrn ein Ausbildungsnachmittag zum Thema „Alternative Antriebe“ statt. Neue Antriebsformen etc. werden immer populärer auf Österreichs Straßen. Neue Technologien bedeuten neue Herausforderungen für die Feuerwehren, dies muss jedoch nicht immer mit einem überstiegenen Gefahrenpotential verbunden sein. Ein sehr kurzweiliger und fachlich gut aufgebauter Theorievortrag konnte so den Teilnehmern Ängste und Befürchtungen im Umgang mit alternativen Antrieben nehmen. In einem angeschlossenen Praxisteil wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt. Die Arbeit und Anwendung einer Rettungskarte, das Erkennen von alternativen Antrieben und die Einsatzrelevanten Tätigkeiten konnten an Neun verschiedenen Fahrzeugtypen erlernt werden. Am Ende des Tages stand für alle Anwesenden eines fest: „Neue Technologien bedeuten andere Gefahren. Diese sind aber mit den vorhandenen Regelwerken im Feuerwehrdienst zu bewerkstelligen“.

Die zweite Veranstaltung fand am 11.05.2019 in Hinterstoder statt. Ein Workshop-Tag zum Thema LKW Unfallrettung und Technischer Einsatz. Wie bereits erwähnt konnte für den Part LKW Unfallrettung ein externer Referent gewonnen werden, welcher wiederum Theorie und Praxis in Einklang brachte. Auch hier konnte das erworbene Theoriewissen direkt im Anschluss an einer LKW Kabine praktisch angewendet werden.

Parallel dazu musste von den anderen Feuerwehrkameraden ein Stationsbetrieb bewältigt werden. Ein Ausbilderteam aus den sechs Feuerwehren des Abschnittes Windischgarsten hat sich im Vorfeld einige spannende Stationen überlegt. Ziel dieses Stationsbetriebs war es, Team-Building und Feuerwehreinsatz zu verbinden. Anfänglich etwas belächelt stellten alle sofort fest, wie wichtig es ist sich als Team zu formieren und eine ordentliche Kommunikation innerhalb dieses Teams zu führen um die gestellten Aufgaben lösen zu können. Die Ausbilder achteten dabei auf die Einhaltung der gängigen Sicherheitsvorschriften bzw. gaben am Ende auch ein qualitatives Feedback für den Feuerwehrtechnischen Teil.

Station 1 – PKW Heben und auf PVC Becher absetzen

Hier musste ein PKW angehoben und auf PVC Becher abgesetzt werden. Dieser musste dann mind. 1 Minute auf diesen stehen bleiben. Die Herausforderung dabei war, dass nur eine begrenzte Anzahl an Gerätschaften zur Verfügung stand und dieses nicht an einem gänzlich anderen Ort ein zweites Mal verwendet werden durfte.

Station 2 – JENGA für die Feuerwehr

Wer schafft den höchsten Stapel innerhalb einer vorgegebenen Zeit? Herausforderung hierbei, es durfte die Holzklötze nur mit den vorhandenen Geräten berührt werden.

Station 3 – Gefühlvolles Heben

Heben ohne etwas zu verschütten stand hier am Programm. Eine im Verhältnis zu den Hubgeräten sehr leichte Last musste soweit angehoben werden dass die dazugehörigen Standfüße ausgeklappt und die Last darauf abgestellt werden konnten. PVC Becher welche mit Wasser randvoll gefüllt waren stand hier als Herausforderung zusätzlich auf der Last und es durfte nicht verschüttet werden.

Station 4 – Gefährliche Stoffe Erkennen

Erkennen von Gefahren mit Hilfe von Sofortinfos aus dem Feuerwehrdienst. Es wurde hier der Umgang mit Blattler, Nüssler und Co. geübt. Besonders Herausfordernd war hier die Organisation der im Team. So musste die Kennzeichnung zuerst auf der Verpackung festgestellt danach in einem Nachschlagewerk gesucht und die gewonnenen Informationen in einem Formblatt festgehalten werden.

Station 5 – Blindes Vertrauen an den Teamleader

Unter dem Leitsatz von Konrad Paul Liessmann: „Führen heißt Entscheiden und der Geführte hat entschieden zu gehorchen.“ stand diese Station. Vorab musste ein Teamleader bestimmt werden, den übrigen Teammitgliedern wurden im Anschluss die Augen verbunden. Einzig der Teamleader konnte nun die Aufgabenstellung sehen und musste diese mit seinem Team gemeinsam unter seiner Anleitung bewerkstelligen.

Nach dem Mittagessen fand ein Wechsel der Teilnehmer von LKW-Unfallrettung auf den Stationsbetrieb statt, damit alle anwesenden das gesamt Programm absolvieren konnten.

Bei den beiden Veranstaltungen konnten die Teilnehmer in Theorie und Praxis viele Tipps aufnehmen. Die einstimmige Meinung aller Teilnehmer nach Abschluss dieser beiden Veranstaltungen: „Sehr interessant gestaltete Ausbildungsveranstaltungen, welche neben der Wissensvermittlung auch die Zusammenarbeit unter den Feuerwehren gestärkt und gefestigt hat.“

Quelle: BFK Kirchdorf an der Krems, Ing. Florian Miller

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