FF Judendorf-Straßengel: Pony in Schacht gestürzt

Pony Frodo war aus unbekannter Ursache in einen Schacht gestürzt. In etwa eineinhalb Meter Tiefe war er dann gefangen. Die Besitzer haben die Feuerwehr um Hilfe gebeten.

Die Feuerwehren Judendorf-Straßengel wurde am Sonntag, den 21.06.2015 kurz nach Mittag durch die Landesleitstelle Florian Steiermark zur Tierrettung in der Rötzer Straße alarmiert.

Die Feuerwehr Judendorf-Straßengel rückte mit dem technischen Zug unter Löschmeister Harald Schartner, einem Tierexperten, zur Einsatzadresse aus. Es wurden Erkundigungen über das Tier eingeholt und vor Ort die Möglichkeiten zur Rettung abgewogen. Eine Veterinärin der Tierarztpraxis Kriechbaum war vor Ort.

Durch die engen Verhältnisse, der Schacht befand sich in einem Durchgang des Stallgebäudes, konnte kein Kranfahrzeug in Stellung gebracht werden. Der Einsatzleiter entschloss sich, die FF Eisbach-Rein (ebenfalls Gemeinde Gratwein-Straßengel) mit dem Großtierrettungsset anzufordern. Ein Nähern der Einsatzmannschaft zur Absturzstelle wurde vom Einsatzleiter vorerst unterbunden, um das Tier nicht zu beunruhigen.

Erste Versuche der Tierärztin, dem Pony eine Injektion zur Beruhigung zu verabreichen, scheiterten an der Gegenwehr des Gefangenen. Ansonsten verhielt sich das kleine Pferd ruhig und geduldig. Die Rufe eines zweiten Ponys, Sam lösten bei den Feuerwehrkameraden Unbehagen, zwecks aufkommender Unruhe aus, waren aber eher als Mitteilung über das Geschehen außerhalb des Gefängnisses zu verstehen.

Mit Hilfe des Tierrettungssatzes, einem Rohrgerüst mit Kettenzug und breiten Gurten der FF Eisbach-Rein konnte Frodo, der auch ohne Spritze die Ruhe bewahrte, in der Folge nahezu unverletzt (einige Abschürfungen) und mit Applaus für das Gelingen der Aktion, aus der Grube befreit werden. Zuerst in den eigenen Stall geführt, verlangte das Pferd auf die Wiese gebracht zu werden, denn die Gefangenschaft dauerte wohl etwas zu lange.

Die Besitzer zeigten sich erfreut und überließen der Feuerwehr eine großzügige Spende, Frodo bekam Karotten. Der Einsatz für die zwei Feuerwehren dauerte zwei Stunden.

Eingesetzte Kräfte:
FF Judendorf-Straßengel: RLFA 2000, LFBA mit 16 Mann
FF Eisbach-Rein: TLFA 2000, LKW mit Großtierrettungsset

Quelle: FF Judendorf-Straßengel, OBM Roman Hußnigg