FF Graz 15 Stunden durchgehend im Einsatz

Am 5. Jänner 2013 um kurz nach 19:00 wurde die FF Graz vom Einsatzdirektor der Berufsfeuerwehr Graz OBR Dipl. -HTL- Ing. Karl-Heinz Grassberger kontaktiert und über einen laufenden Einsatz in der Grazer Innenstadt informiert. Die “Sonnenscheibe” auf der Spitze der Maria-Himmelfahrt-Kirche am Grazer Franziskanerplatz drohte nach heftigen Windböen aus einer Höhe von 68 Meter abzustürzen.

Sicherungsmaßnahmen und ein Abbau der Sonnescheibe konnten aufgrund der einsetzenden Dunkelheit erst am Sonntagmorgen durchgeführt werden. In der Zwischenzeit war eine eingehende Beobachtung der Sonnenscheibe sowie eine Absicherung des Geländes rund um den Kirchturm sicherzustellen. Nachdem der Wind häufig drehte, war dieser Einsatz eine besondere Herausforderung für die Mannschaft, welche die Absperrungen dementsprechend anpassen und flexibel halten musste.

Die Mannschaft der FF Graz, die diese Nacht in Bereitschaft stand wurde aufgestockt, um diese Aufgabe bestmöglich erfüllen zu können. Nachdem die ersten Posten um 19:30 ihre Stellungen bezogen hatten, wurden die Kräfte der Polizei abgezogen und die Einsatzstelle der FF Graz übergeben.

Um im Anlassfall weitreichendere Absperrmaßnahmen durchführen zu können, wurden zusätzliche Absperrmittel aus der Wache Kroisbach an die Einsatzstelle verbracht. Ebenfalls wurden Paletten und ein Hubwagen in die Innenstadt transportiert, um die Sonnenscheibe nach ihrem Abbau schonend lagern zu können. Vom juristischen Bereitschaftsdienst der Stadt Graz wurde eine Verordnung erlassen, die ein Betreten der Sperrzone untersagt. Erschwerend kam hinzu, dass nach der Abschaltung der Außenbeleuchtung der Kirche die Spitze mit der Sonnenscheibe nicht mehr sichtbar war. Es wurde somit eine Ausleuchtung der Turmspitze hergestellt, um die Sonnenscheibe weiter beobachten zu können.

Um 09:00 morgens wurde die “Sonnenscheibe” von der Mannschaft der Höhenrettung der Berufsfeuerwehr in Zusammenarbeit mit einem privaten Kranunternehmen gesichert und zu Boden befördert, wo sie von der Mannschaft der FF Graz entgegengenommen wurde.

Um 10:15 konnte die FF Graz nach einem abschließenden Rundgang feststellen, dass keine Gefahr mehr vom Kirchturm ausgeht und die Sperrzone freigegeben werden kann. Die Verordnung wurde in Folge von juristischer Seite ebenfalls aufgehoben.
Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Graz dauerte somit mehr als 15 Stunden, bei denen durchgehend mindestens 5 Ehrenamtliche im Einsatz waren.

Quelle: FF Graz, HBI Andreas Rieger

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