“Einfach helfen – Freiwillige Helfer in Niederösterreich”

“Österreich-Bild am Sonntag”, 6. April, um 18.25 Uhr in ORF 2

Die einen löschen Brände und versorgen Unfallopfer, machen Krankenbesuche oder waschen Sportdressen. Andere betreuen Heimatmuseen und leiten Chöre, kontrollieren die Wanderwege im Gelände oder retten Menschen im Gebirge: Es sind hunderttausende Freiwillige, die in ihrer Freizeit unentgeltlich – und manchmal auch unbedankt – für andere, für die Gesellschaft da sind. In Niederösterreich beispielsweise ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung in ganz unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich tätig.


Ein “Österreich-Bild am Sonntag” aus dem Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Christian Puluj, Andi Leitner; Kamera: Helmut Muttenthaler) zeigt Beispiele – bei der Feuerwehr, bei der Rettung, in der Alten- und Krankenbetreuung und bei der Berg- und Naturwacht.

  • Patrick Schneider aus Göpfritz an der Wild im Waldviertel kümmert sich um die Ausbildung des örtlichen Feuerwehr-Nachwuchses – von der Brandbekämpfung über Autounfälle bis zum Umgang mit gefährlichen Chemikalien: Denn alle acht Minuten muss im größten Bundesland Österreichs eine Feuerwehr zu einem Hilfseinsatz ausrücken. Auch nach einem schweren Unfall, bei dem ihm ein Bein abgetrennt wurde, engagiert sich der 19jährige – wie alle anderen Familienangehörigen über Generationen auch – für die Allgemeinheit.
  • Vedrana Avdic wiederum arbeitet in ihrer Freizeit beim Roten Kreuz in Bruck an der Leitha – sie leitet eine Gruppe mit zehn anderen Freiwilligen, erstellt Dienst- und Ausbildungspläne und betreut auch die ständige Weiterbildung der Kolleginnen und Kollegen. Alleine in ihre persönliche Ausbildung hat die 25jährige mehr als 1.000 Stunden investiert: Denn bei einem Rettungseinsatz kommt es auf jede Sekunde an, muss jeder Handgriff “sitzen”.
  • In Baden bei Wien engagiert sich Edeltraud Waldhauser seit vielen Jahren im Besuchsdienst bei alten und kranken Menschen: Sie organisiert den gesamten in der Stadt vom Nö Hilfswerk angebotenen Besuchsdienst, ist Ansprechpartnerin für die anderen “Ehrenamtlichen” und schenkt selbst auch einer 99jährigen Dame regelmäßig Zeit – durch Gespräche, Vorlesen und einfach “Da sein”.
  • In Höflein an der Hohen Wand schließlich hat Franz Drescher seinen “Arbeitsplatz” als freiwilliger Helfer: Er ist Einsatzleiter der örtlichen Natur- und Bergwacht Niederösterreich, die sich sprichwörtlich bei Wind und Wetter um die Erhaltung der Natur und die Pflege der Einrichtungen für Wanderer und Bergsteiger. Eisbruch- und Sturmschäden werden ebenso beseitigt wie umgestürzte Bäume, die Wanderwege blockieren; in den gesicherten Steigen werden regelmäßig die Drahtseile kontrolliert, Wegmarkierungen erneuert und auch Natur-Schautafeln in Stand gehalten.

Für all diese Freiwilligen hat das Engagement für die Allgemeinheit große Bedeutung – und dazu kommt noch ein weiterer Aspekt. Feuerwehrmann Patrick Schneider hat es so formuliert: “Es eine Gemeinschaft, auf die Du Dich hundertprozentig verlassen kannst. Das, was Du hier bekommst, kann man nicht kaufen; das gibt es für kein Geld der Welt.”

Quelle: APA-OTS

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