In den Vormittagsstunden des 1. Juli 2026 wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren Strasshof, FF Gänserndorf und FF Deutsch-Wagram um 10:38 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in die Gartenstraße in Strasshof alarmiert.
Aus bislang ungeklärter Ursache war es im Dachbereich eines Wohngebäudes zu einem Brand gekommen. Bereits während der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung weithin sichtbar, die auf ein bereits weit fortgeschrittenes Brandgeschehen schließen ließ. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Dachbereich, während sich die Flammen bereits unter der Dachkonstruktion in der dort verbauten Photovoltaikanlage ausbreiteten. Da angenommen wurde dass noch Personen im Gebäude sind, führte ein Atemschutztrupp umgehend eine erste Erkundung des Wohnhauses durch. Glücklicherweise verlief diese Erkundung negativ. Der Einsatzleiter ließ die Feuerwehren FF Weikendorf, FF Schönkirchen-Reyersdorf, FF Markgrafneusiedl und FF Matzen nachalarmieren.
Unverzüglich wurden die ersten Löschmaßnahmen unter umluftunabhängigem Atemschutz eingeleitet. Der Löschangriff erfolgte gleichzeitig über die Drehleiter der Feuerwehr Strasshof sowie die Teleskopmastbühne der Feuerwehr Deutsch-Wagram. Parallel dazu gingen Atemschutztrupps sowohl im Innen- als auch im Außenangriff vor, um den Brandherd gezielt zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung auf den gesamten Dachstuhl beziehungsweise auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. Zeitgleich wurde eine umfassende Wasserversorgung aufgebaut, um eine kontinuierliche Löschwasserversorgung während des gesamten Einsatzes sicherzustellen.
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Da sich das Feuer bereits in der Dachkonstruktion ausgebreitet hatte, musste die Dachhaut kontrolliert geöffnet werden. Durch diese gezielten Öffnungsarbeiten erhielten die Einsatzkräfte direkten Zugang zu den verborgenen Brandstellen im Dachstuhl. Glutnester und versteckte Flammen konnten dadurch rasch lokalisiert und abgelöscht werden. Diese Maßnahmen waren von entscheidender Bedeutung, um eine unkontrollierte Brandausbreitung innerhalb der Dachkonstruktion zu verhindern und ein späteres Wiederaufflammen des Feuers auszuschließen.
Von den Mitarbeitern der Stadtgemeinde Strasshof wurde die Oberleitung einer Straßenbeleuchtung außer Betrieb genommen um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Die Photovoltaikanlage wurde aufgrund des Brandes außer Betrieb genommen. Zur Gewährleistung der elektrischen Sicherheit trennte die EVN die Stromversorgung vom öffentlichen Versorgungsnetz. Die Anlage verbleibt bis zur Durchführung einer fachgerechten Überprüfung sowie der Behebung allfälliger Schäden außer Betrieb.
Dank des koordinierten Zusammenwirkens aller eingesetzten Kräfte konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindert werden. Im Anschluss an die eigentlichen Löscharbeiten wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. Mittels Wärmebildkameras kontrollierten die Atemschutztrupps den gesamten Dachbereich sowie das Gebäudeinnere auf verbliebene Glutnester.
Die zuständige Behörde hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Verletzte gab es glücklicherweise keine.
Insgesamt standen sieben Feuerwehren mit 10 Einsatzfahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften, das Roten Kreuz, die Polizei Niederösterreich, die EVN und Stadtgemeinde Strasshof im Einsatz.





Quelle: BFKDO Gänserndorf, Michael Bäck, BSB



