Gegen 17:00 Uhr zog eine massive Unwetterfront über das Stadtgebiet von Villach. Binnen weniger Minuten hüllte eine regelrechte „weiße Wand“ die Stadt ein. Heftiger Regen, starker Wind und kleiner Hagel sorgten innerhalb kürzester Zeit für zahlreiche Schadensereignisse.
Mitten im Unwetter gingen in der Villacher Feuerwehrleitstelle Kärnten unzählige Notrufe ein. Eine Schadensmeldung folgte der nächsten. Aufgrund des rasch ansteigenden Einsatzaufkommens wurde die Leitstelle umgehend mit fünf Disponenten besetzt, um die eingehenden Notrufe effizient abarbeiten zu können.
Innerhalb kürzester Zeit wurden die Hauptfeuerwache Villach sowie weitere 13 Feuerwehren des Stadtgebietes alarmiert und zu zahlreichen Einsatzstellen entsandt.
„Der Schwerpunkt des Unwetters konzentrierte sich auf Teile der Innenstadt sowie die Stadtteile Manhattan, Lind und Seebach“, berichtet Hauptbrandmeister Alexander Scharf, Öffentlichkeitsbeauftragter und Zugskommandant der Hauptfeuerwache Villach.
Mehrere Hauptzufahrtswege in die Stadt mussten aufgrund überfluteter Unterführungen und aufgeschwemmter Kanaldeckel gesperrt werden. Ein besonderer Einsatzschwerpunkt lag im Stadtteil Manhattan, wo nahezu eine gesamte Siedlung von vollgelaufenen Kellern betroffen war.
Darüber hinaus mussten Fahrzeuge aus überfluteten Unterführungen geborgen sowie zahlreiche Gefahrenstellen beseitigt werden, die durch umgestürzte Verkehrsleiteinrichtungen entstanden waren.
„Neben unzähligen überfluteten Kellern waren auch Geschäfte, Betriebsobjekte sowie die Villacher Rohrkaserne von den enormen Regenmengen betroffen“, so HBM Alexander Scharf weiter.
Allein die Hauptfeuerwache Villach stand mit rund 35 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen über vier Stunden hinweg im Dauereinsatz. Insgesamt bewältigten die eingesetzten Villacher Feuerwehren bis etwa 21:00 Uhr mehr als 50 Einsätze im gesamten Stadtgebiet.
Dieses außergewöhnlich hohe Einsatzaufkommen innerhalb kürzester Zeit habe einmal mehr die Schlagkraft, Professionalität und den starken Zusammenhalt der Villacher Feuerwehren unter Beweis gestellt.
„Die hervorragende Zusammenarbeit aller eingesetzten Feuerwehren sowie mit dem Leitstellenverbund Kärnten hat wesentlich dazu beigetragen, die zahlreichen Schadenslagen rasch und effizient abzuarbeiten“, betont HBM Alexander Scharf abschließend.



Quelle: Hauptfeuerwache Villach


