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BF Wien: Kohlenstoffmonoxidunfall endete tödlich

Ein Mann verstarb bei einem Kohlenstoffmonoxidunfall in einer Wohnung in Wien Margareten. Feuerwehrleute kontrollierten etliche Wohnungen des betroffenen Gebäudes.

Im Badezimmer seiner Wohnung war der Mann zusammengebrochen. Seine Eltern verständigten den Rettungsdienst. Unverzüglich wurde der Mann von den Rettungsdienstmitarbeitern ins Freie gebracht, mit der Reanimation begonnen und ein CO-Alarm ausgelöst.

Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr Wien wurden sowohl die Ereigniswohnung als auch alle daran angrenzende Wohnungen kontrolliert. Einige Wohnungen mussten von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet werden. Ebenfalls wurde über eine Drehleiter in eine der Wohnungen eingestiegen. Im Zuge der Kontrolle wurde in der betroffenen Wohnung ein mobiles Klimagerät aufgefunden dessen Betrieb in Verbindung mit der laufenden Gastherme zu diesem tödlichen Unfall geführt haben dürfte.

Alle Versuche des Teams der Berufsrettung Wien den verunfallten Mann zu reanimieren blieben erfolglos, der Mann verstarb an der Einsatzstelle.

Berufsfeuerwehr Wien warnt abermals eindringlich vor CO-Unfällen

Unter normalen Umständen ist eine Gastherme absolut sicher. Probleme mit einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration kann es dann geben, wenn Therme oder Rauchfang nicht oder nur schlecht gewartet sind, es besonders heiß ist oder wenn Ventilatoren die Luft aus der Wohnung ins Freie saugen – beispielweise bei einer Dunstabzugshaube oder einer mobilen Klimaanlage, die über einen Schlauch die Abluft ins Freie bläst, beispielsweise über ein mit einer Spezialdichtung abgedichtetes gekipptes Fenster. Die Berufsfeuerwehr Wien rät, beim Betrieb der Therme im Sommer – beim Duschen oder Geschirr abwaschen – Fenster und Türen zu dem Raum zu öffnen, in dem die Therme montiert ist.

Hohe Temperaturen begünstigen überdies Kohlenstoffmonoxid-Unfälle: durch große Hitze kann sich in den Rauchfängen eine Art Luftstoppel bilden. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr abziehen. Daher ist es wichtig, die Gastherme regelmäßig zu warten, den Rauchfang regelmäßig überprüfen zu lassen und beim Einbau neuer Türen oder Fenster den Rauchfangkehrer zu kontaktieren. Dieser muss feststellen, ob die Therme noch ausreichend Verbrennungsluft bekommt.

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas. Gelangt es über die Lunge in den Blutkreislauf, bindet es sich – vereinfacht – an die roten Blutkörperchen und verhindert den Sauerstofftransport im Körper. Der Organismus erstickt innerlich. Symptome einer leichten Kohlenstoffmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Wenn solche Symptome auftreten, sofort den gefährdeten Bereich verlassen und Rettung und Feuerwehr verständigen.

Ausgerückt: 23:30 Uhr, Einsatz beendet: 01:00 Uhr
Anzahl der Einsatzkräfte: 21, Einsatzfahrzeuge: 5

Quelle: MA 68 – Feuerwehr und Katastrophenschutz der Stadt Wien
www.feuerwehr.wien.at