FF Ried im Innkreis: Neue Einsatzfahrzeuge

Bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Ried im Innkreis wurden 2 neue Einsatzfahrzeuge in den Einsatzdienst gestellt. Beide Fahrzeuge wurden durch Erlöse aus Veranstaltungen durch die FF Ried i.I. und Spenden der Rieder Bevölkerung oder Firmen aus Ried und Umgebung finanziert.

Bereits seit dem Frühsommer ist ein Kommandofahrzeug als Einsatzleitfahrzeug in den Dienst gestellt worden. Das Fahrzeug ersetzt einen Chrysler Voyager, der nach 13 Jahren Einsatzdienst ausgeschieden werden musste. Beim "neuen" Einsatzleitfahrzeug handelt es sich um einen gebraucht angekauften Mercedes Sprinter 313 CDI mit 95 KW in Kastenwagenausführung und drei Sitzplätzen. Das Gesamtgewicht beträgt 3.500 kg, weshalb das Fahrzeug noch mit der Führerscheinklasse B zu lenken ist.

Das Fahrzeug wurde durch den Gerätewart der FF Ried und den zugeteilten Zivildienern, sowie fachkundigen Mitgliedern der FF Ried in einjähriger Bauzeit von Grund auf völlig neu aufgebaut. Dazu gehörten das Ausschneiden von Fenstern im Kastenaufbau, der Einbau von Zwischenwänden, Einbau einer Umfeldbeleuchtung und die Auskleidung des Aufbaues mit den Möbeln. Die funk- und fernmeldetechnische Ausstattung, sowie die Warneinrichtungen mit Suchscheinwerfer wurden ebenfalls in Eigenregie eingebaut.
Lediglich die Fahrzeuglackierung und die Beklebung wurden von Fachfirmen durchgeführt.

Das Fahrzeug ist mit 2 Disponentenplätzen ausgestattet. Diesen stehen 3 Stück 2 Meter Band Funkgeräte und ein Stück 70 cm Band Funkgerät zur Verfügung. Für die interne Kommunikation zwischen den Disponenten und dem Einsatzleiter stehen drei Dect-Telefone zur Verfügung. Die Stromversorgung kann durch zwei Fahrzeugbatterien und einen Stromwandler, als auch extern durch Stromerzeuger oder das Leitungsnetz hergestellt werden.

Zur Anbindung an die mediale Außenwelt steht eine Telefon-Fax Kombination zur Verfügung. Weiters ist ein Note-Book mit Drucker, auf dem eine Gefahrgut-Datenbank, A-Map und zahlreiche andere Programme gespeichert sind, eingebaut. Im Innenraum befinden sich auch noch alle wichtigen Einsatzunterlagen, eine Digitalkamera und ein Feldstecher. An Einsatzgeräten stehen ein Beleuchtungsballon, ein Atemschutzerkundungsgerät, Warn-, Beleuchtungs- und Absperrmaterial, eine Wärmebildkamera, Türöffnungswerkzeug, Insektenbekämpfungsausstattung, ein Drucklöschgerät der Type Hydrofix, Handfeuerlöscher, ein schallisolierter Stromerzeuger, ein Megaphon sowie eine Teleskopleiter zur Verfügung. An der Außenseite ist eine Markise montiert. Dazu gehört noch eine Biertischgarnitur für Einsatzbesprechungen.

Nur durch die zahlreichen Eigenleistungen war es möglich die Kosten für dieses Fahrzeug gegenüber einem neu beschafften Fahrzeug wesentlich zu senken.

Erst seit heute, dem 04.09.2007, steht der FF Ried i.I. ein Radlader als Einsatzgerät zur Verfügung. Seit fast 10 Jahren wird bei der FF Ried i.I. ein Gabelstapler eingesetzt. In mehreren Einsätzen hat sich aber gezeigt, dass der Gabelstapler abseits von befestigten Fahrbahnen oder leichten Hindernissen auf der Fahrbahn, nicht mehr eingesetzt werden kann. Auch lag das Einsatzspektrum nur bei Hubarbeiten.

Um ein umfangreicheres Einsatzspektrum abdecken zu können und auch bei Einsätzen auf Schotter- oder Wiesenuntergrund agieren zu können wurde nach einem brauchbaren Gerät gesucht. Dieses wurde in einem Radlader der Marke Weidemann, Typ 2006, gefunden. Das Gerät, es handelt sich um ein Vorführgerät des Generalimporteurs aus Burgkirchen bei Braunau, wurde mit mehreren Zusatzgeräten beschafft.

Als Zusatzgeräte stehen eine hydraulische Palettengabel, eine Erdschaufel, ein Schneepflug und eine Kehrmaschine mit Wassertank zur Verfügung. Diese Geräte stellen eine erhebliche Einsatzerleichterung bei großflächigen Unfallstellen, langen Ölspuren, LKW Unfällen mit Umladearbeiten oder Aufräumarbeiten nach Unwettern dar. Auch für Arbeiten im Feuerwehrhaus ist der Radlader eine große Hilfe.

Technische Daten zum Radlader:
Marke Weidemann, Typ 2006, 50 KW 4 Zylinder Dieselmotor, Hubraum 2216 ccm, vollhydraulische Knickpendellenkung, hydrostatischer Fahrantrieb, Eigengewicht 3.240 kg, max. Hubkraft 1800 kg, Ausstattung mit Warneinrichtung und Beleuchtung.

Quelle: FF Ried im Innkreis