FF Ohlsdorf: 23 stündiger Einsatzmarathon der Einsatzkräfte

Nur rund 1,5 Stunden nach dem die Einsatzkräfte von der überfluteten Wohnhausanlage eingerückt waren, gab es am Montag, den 05. Juli 2010 kurz vor 2 Uhr morgens neuerlichen Alarm für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ohlsdorf. Während der Anfahrt wurde sofort über Florian LFK die Feuerwehr Aurachkirchen nachalarmiert, da wieder sehr starker und anhaltender Regen einsetzte. An der Einsatzstelle bot sich dem Einsatzleiter wiederum das fast selbe Bild. Überflutete Kellerräume, verstopfte Kanalleitungen und fassungslose Bewohner der Wohnhausanlage.

Da in einem Haus dieses Mal der Wassereintritt verstärkt auftrat, alarmierte die Einsatzleitung die Feuerwehr Wiesen zur Unterstützung. Somit standen drei Feuerwehren im Einsatz gegen das Wasser. Mit zahlreichen Tauchpumpen und einer Tragkraftspritze gelang es den Einsatzkräften schnell das Wasser aus dem Keller bzw. der Tiefgarage zu schaffen.

Brandmeldealarm während der Aufräumarbeiten

Als wäre es in dieser Nacht nicht genug, wurde die Feuerwehr Ohlsdorf um 03:56 Uhr noch zu einem Brandmeldealarm alarmiert. Einsatzleiter HAW Stefan Pamminger zog sofort die nicht mehr dringend benötigten Einsatzkräfte ab, welche sich auf dem Weg nach Peiskam machten.

Nach rund einer halben Stunde konnte auch hier die Einsatzleitung Entwarnung geben. Durch eine Fehlfunktion der Brandmeldeanlage wurde diese Fehlalarmierung abgesetzt.

Um 06:00 Uhr konnten die Einsatzkräfte auch diesen Einsatzmarathon beenden. Fazit der Nacht. Die Zusammenarbeit aller eingesetzten Feuerwehrkräfte funktionierte abermals, wie auch schon bei zahlreichen Übungen gesehen, optimal.

Im Einsatz standen:

FF Ohlsdorf, 18 Mann, 4 Fzg. (KDO, LAST, LFB-A2, RLF-A 2000)
FF Aurachkirchen, 13 Mann, 2 Fzg. (KLF-A, TLF-A 2000)
FF Wiesen, 13 Mann, 2 Fzg. (KDO, TLF-A 2000)
Energie AG

Assistenzeinsatz, überflutete Keller und Zillenrettung

Kurz vor halb sieben morgens ging es mit den Einsätzen im Einsatzgebiet weiter. Keller wurden ausgepumpt und trockengelegt. Auch dringende Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen und Geräten mussten durchgeführt werden.

Als sich die Lage in Ohlsdorf beruhigte, wurde die Feuerwehr Ohlsdorf von der Bezirkswarnstelle Gmunden zu einem Assistenzeinsatz nach Reindlmühl alarmiert. Unverzüglich rückten zwei Fahrzeuge aus und machten sich auf den Weg nach Reindlmühl. Dort trat die Aurach über die Ufer und überschwemmte unzählige Keller. Neben Transporttätigkeiten pumpte die Einsatzmannschaft Keller aus.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Aufräumens und der Pflege der Gerätschaften. Kurz nach 17:00 Uhr rückte die Feuerwehr Ohlsdorf zum Papiermachermuseum Steyrermühl aus, das Zuhause unserer Feuerwehrzille. Die Zille der Wasserwehrtruppe verfing sich nach dem Ausufern der Traun an einem Ast und drohte umzukippen bzw. unterzugehen.

Gegen 19:00 Uhr waren alle Einsatztätigkeiten erledigt und die Kameraden/innen konnten nach 23 Stunden Einsatzzeit nach Hause fahren.

Quelle: FF Ohlsdorf
http://www.ff-aurachkirchen.at/
http://www.feuerwehr-wiesen.at/