BFKDO Hollabrunn: Hochwasser im Bezirk - Schlussbericht

Geballte Hilfe: 100 Prozent für die Bevölkerung!

Alle Feuerwehrkameraden des Bezirkes haben gemeinsam die Wassermassen der Pulkau bekämpft. Überflutungen der Orte Alberndorf, Hadres, Obritz, Untermarkersdorf und Zellerndorf konnten trotz aller Anstrengungen nicht ganz verhindert werden.

100 Prozent ist für die Feuerwehrkameraden des Bezirks Hollabrunn kein Schlagwort, sondern sie haben 100 Prozent in allen Bereichen gegeben. 110 Feuerwehren des Bezirkes (alle verfügbaren Feuerwehren) sowie 18 Feuerwehren aus anderen Bezirken mit Spezialgeräten standen in den letzten beiden Tagen im Einsatz.

Bis zu 9000 Kubikmeter Wasser pro Stunde wurden von den Pumpen und Aggregaten allein von den Hollabrunner Wehren gefördert. Keller, Häuser, Schächte sowie Aufstauflächen wurden aus- und abgepumpt, gleichzeitig haben rund 600 Feuerwehrmitglieder die Aufräumarbeiten erledigt.

Das Bezirksfeuerwehrkommando, die betroffenen Abschnittsfeuerwehrkommanden, die eingeteilten Zugskommandanten der Katastrophenhilfszüge des Bezirkes sowie die Disponenten der Bezirksalarmzentrale Hollabrunn sorgten für die koordinierte Hilfe der vielen angerückten Feuerwehren. Die sehr geforderten Mitarbeiter der Bezirksalarmzentrale trugen ihres dazu bei, die erforderlichen Mannschaften und Geräte gezielt und schlagkräftig einzusetzen. Zu Spitzenzeiten standen im Bezirk 91 Feuerwehren gleichzeitig im Einsatz. Die flächendeckende Bereitschaft für anfallende Einsätze war trotzdem immer gewahrt.

Der Damm des Grunder Teichs konnte durch die Sicherungsarbeiten so aufgestockt werden, damit Hetzmannsdorf vor Überflutungen geschützt wurde. Der Damm in Roseldorf hat gehalten, somit wurde das Schmidatal vor nochmaligen Überflutungen bewahrt.

Für die Feuerwehr Hadres konnte nach 30 Stunden Dauereinsatz um 13:54 Uhr Einsatzende gegeben werden. Gegen 20 Uhr wurden die Arbeiten auch in Zellerndorf vorerst abgeschlossen. Die verbleibenden Arbeiten werden nach dem erforderlichen Rückgang des Wasserpegels unverzüglich ab den Morgenstunden durchgeführt. Eingesetzt wurden seit gestern früh 128 verschiedene Feuerwehren (manche mehrmals) mit rund 1700 Mitgliedern.

Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Komm.Rat Josef Buchta verschaffte sich ständig persönlich ein Bild der Lage vor Ort: "Ab Mitternacht können die Großpumpenanlagen aus Alberndorf, Obritz und Untermarkersdorf abgezogen werden. In Alberndorf werden die Pumparbeiten der Hollabrunner Feuerwehren noch mindestens bis Mitternacht andauern."

Derzeit werden rund 7.000 Kubikmeter Wasser pro Stunde im Pulkautal abgepumpt. Gleichzeitig wurden 13 Großpumpen sowie Großpumpenanlagen mit jeweils 200, 210 sowie 900 Kubikmeter pro Stunden aus ganz Niederösterreich eingesetzt. Allein die 15 Großpumpen vom Landesfeuerwehrverband förderten rund 5.400 Kubikmeter pro Stunde. Daher konnten nun viele Feuerwehren mit den Unterwasserpumpen noch vor der kommenden Arbeitswoche einrücken. "Es hat sich wieder gezeigt, dass Niederösterreich auch für solche Situationen bestens gerüstet ist. In kürzester Zeit stehen alle notwendigen Ausrüstungen und Spezialgeräte im Einsatz. Unsere Freiwilligen haben für unsere Bevölkerungen hervorragende Leistungen erbracht", stellte Buchta die Notwendigkeit solcher Spezialgeräte unter Beweis.

Oberbrandrat Johann Thürr, Bezirksfeuerwehrkommandant, begründet die erfolgreiche Arbeit der Feuerwehr in kurzen Worten: "Ich bin sehr stolz, dass man sich auf alle unsere Freiwilligen Feuerwehren hundertprozentig verlassen kann. Die rasche und unermüdliche Hilfe unserer Kameraden hat mich sehr beeindruckt. Die Mitglieder haben nicht nur hervorragende Arbeit geleistet, sondern zeigten sich auch bei der Umsetzung der Befehle sehr diszipliniert."

Doch auch die noch bevorstehenden restlichen Auspump- und Aufräumarbeiten werden den Feuerwehrkameraden noch viel Arbeit abverlangen. Diese Arbeiten werden aber ebenfalls problemlos erledigt werden, ist sich der Chef der Hollabrunner Feuerwehren sicher: "Der Ehrgeiz alles für die Geschädigten zu geben ist bis jetzt ungebrochen. Einen herzlichen Dank möchte ich allen meinen Kameraden für die gute Zusammenarbeit und die hervorragenden Leistungen aussprechen."

Quelle: BFKDO Hollabrunn