Am Mittwoch, dem 06.05.2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Parndorf um 10:58 Uhr zu einem „B2-Silobrand” in Parndorf alarmiert.
Binnen kürzester Zeit rückten die Parndorfer Florianis mit dem KDO, dem RLFA und dem GTLFA sowie mit 13 Einsatzkräften, darunter sieben Atemschutzträgern, zum Einsatzort aus. Während der Lageerkundung stellte Einsatzleiter OBI Hans Peter Samwald fest, dass es sich nicht um einen Brand im Silo, sondern um eine starke Rauchentwicklung aus dem Heizraum eines stillgelegten Wohnhauses handelte. Nach Rücksprache mit dem Personal vor Ort stellte sich heraus, dass sich bei den Arbeiten zur Demontage eines seit Jahren nicht mehr in Betrieb befindlichen Heizöltanks die darin befindliche Schlacke entzündet haben dürfte. Aufgrund des zu Beginn noch unbekannten Schadensausmaßes wurden abschnittsübergreifende Nachbarwehren mit dem Einsatzstichwort „ATS-Träger werden benötigt” nachalarmiert.
Da sich der Brand tatsächlich auf diese eine Räumlichkeit im Kellergeschoss begrenzt hatte, wurde dieser unter schwerem Atemschutz mit Löschschaum bekämpft, um die Ausbreitungsgefahr einzudämmen. Im Laufe des Einsatzes wurden insgesamt fünf ATS-Trupps eingesetzt, um effiziente Löscharbeiten sowie Be- und Entlüftungsmaßnahmen durchzuführen. Gegen 12:30 Uhr konnte schließlich „Brand aus!” gemeldet und mit der mühevollen Nachbereitung begonnen werden. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus verhindert werden. Zwei Arbeiter, die sich während der Brandentstehung im betroffenen Raum befanden, wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades zur Kontrolle in das Krankenhaus gebracht.
Ein großer Dank gilt der Polizei, dem Rettungsdienst und den Feuerwehren FF Neudorf, FF Neusiedl am See, FF Bruckneudorf, FF Jois und dem Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Anton Kandelsdorfer. Insgesamt waren elf Fahrzeuge und 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren, drei Fahrzeuge und sechs Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie sechs Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz.
Während die Abmarschbereitschaft hergestellt und der eigentliche Einsatz beendet wurde, wurde die FF Parndorf um 13:20 Uhr zu einem Folgeeinsatz ins PADO 2 alarmiert. Dort musste ein Pkw, der in den Entwässerungsgraben geraten war und nicht mehr aus eigener Kraft aus dieser misslichen Lage kam, mit dem Kran geborgen und wieder auf der Fahrbahn abgestellt werden. Nach einer Stunde konnten die hier neun eingesetzten Kräfte mit dem KDO, dem RLFA und dem Kran einrücken und mit der Einsatznachbereitung des vorherigen Einsatzes fortsetzen.
Nach über vier Stunden war die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Parndorf schließlich hergestellt.






Quelle: FF Parndorf



