BFV Liezen: Dialog im Bezirk

Montag Abend am 10.02.2020 empfing das Bereichsfeuerwehrkommando in den Räumlichkeiten des Bereichsfeuerwehrverbandes Liezen wieder VertreterInnen von Behörden, BürgermeisterInnen und MedienvertreterInnen im Rahmen des diesjährigen "Dialog im Bezirk" zum freien Meinungsaustausch in lockerer Atmosphäre. Besonders erfreut zeigten sich Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Heinz Hartl mit Brandrat Reinhold Binder, dass alle Abgeordneten des Bezirkes der Einladung gefolgt waren, die Abgeordneten zum steirischen Landtag Michaele Grubesa, Bgm. Armin Forstner, Albert Royer sowie Nationalrätin Mag.a Corinna Scharzenberger.

Nach der Begrüßung stellten OBR Hartl und BR Binder die anwesenden Abschnittskommandanten und Bereichsbeauftragten namentlich vor. So wurde auch der neue Dienststellenleiter der "Bereichsfeuerwehrzentrale Florian Liezen" erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, es handelt sich dabei um Stefan Schröck, der als früherer Dienststellenleiter bereits auf viel Erfahrung zurückgreifen kann. Ehrenamtlich engagiert sich Schröck neben der Feuerwehr auch bei der Bergrettung, u.a. als steirischer Vize-Landesleiter. Bis zu dessen Dienstübernahme wird der Dienstbetrieb noch von E-ABI Walter Rieger geleitet, wofür sich der Bereichskommandant sehr herzlich bedankte.

Zu den wichtigsten Anliegen des Bereichsfeuerwehrkommandos zählt die leider immer noch unbefriedigende, gesetzliche Anforderung für die Zivildieneraufsicht, diese muss permanent von einem hauptamtlich verantwortlichen Dienststellenleiter erfolgen. Dies kann derzeit nur in enger Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement des Bezirkes Liezen bewerkstelligt werden, wofür sich OBR Hartl sehr herzlich beim vollständig anwesenden Regionalvorsitz und dem ebenfalls zur Hälfte anwesenden Regionalvorstand sehr herzlich bedankte. Er richtete einen Appell an die Abgeordneten, auf die Bundesgesetzgebung entsprechend einzuwirken und beabsichtige selbst, zeitnah auf Ministerebene vorstellig zu werden.

Brandrat Binder, selbst Landessonderbeauftragter für Uniformierung, informierte über die Uniformierungsrichtlinie, die nun nach einer Übergangsfrist von 10 Jahren für den Besuch in der Landesfeuerwehrschule eingehalten werden muss. So wird dem lang gehegten Wunsch der Feuerwehren nach optischer Einheitlichkeit nachgekommen. Die Tatsache, dass dem zum Trotz knapp eine Handvoll Feuerwehren im Bezirk diese Uniformierungsrichtlinie bewusst missachtet und damit auf öffentliche Fördergelder bei Anschaffungen verzichtet, stößt bei den politischen Verantwortungsträgern unisono auf großes Unverständnis. Brandrat Hartl kündigte diesbezüglich restriktive Maßnahmen an.

Ein weiteres Thema des Abends war die langfristige Absicherung der Bereichswarnzentrale unter dem Titel "Florian neu" und somit eine Stärkung der Region in puncto Sicherheit, so seien die Großschadensereignisse der letzten Jahre ohne die Bezirks-Warnzentrale unmöglich bewältigbar gewesen. Wichtig sind dem Führungsduo in dem Zusammenhang die Verwirklichung der Punkte Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit in Verbindung mit den notwendigen Standards hinsichtlich der technischen und infrastrukturellen Anforderungen. Nachdem der Bezirk Liezen mit seinen 95 Feuerwehren weit größer ist, als die Bundesländer Vorarlberg und Wien zusammen, müsse entgegen dem globalen Druck der Zentralisierung die Eigenständigkeit und Regionalität in diesem wichtigen Punkt der Sicherheit abgesichert werden.

Bevor der Dialog noch bei bei Erfrischungsgetränken und kaltem Buffet der Lebenshilfe Ennstal intensiv fortgesetzt wurde, präsentierte der Bereichsfeuerwehrverband seine diesjährige Auflage der BFV-Zeitung "Feuer & Flamme", welche wieder unter der Hauptverantwortung von Chefredakteur ABI Werner Fischer zusammengestellt wurde.

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Quelle: BFV Liezen, HBI d.V. Christoph Schlüßlmayr