bfkdo08 Leistungsbericht 2016; Villach-Stadt OBR Andreas Stroitz, Landesfeuerwehrkommandant LDB Ing. Rudolf Robin, BFK St. Veit an der Glan OBR Ing. Egon Kaiser MSc, Althofens Bgm. Alexander Benedikt und Bezirksmaschinenmeister ABI Hannes Raab vor den Gerätschaften des Katastrophenstützpunktes des KLFV in Althofen(von links)

BFKdo. St. Veit/Glan: Leistungsbericht 2016 der Freiwilligen Feuerwehren

Der Einladung des Bezirksfeuerwehrkommandos in die Stadtgemeinde Althofen sind die Kommandanten und Vertreter aller Feuerwehren des Bezirkes St. Veit an der Glan gefolgt, um beim Bezirksfeuerwehrtag (Freitag, 13. Jänner 2017) den Leistungsbericht 2016 zu erfahren.

Im Rahmen eines Workshops wurden aber auch viele Neuigkeiten und Informationen aus dem Feuerwehrwesen bearbeitet:

Um die zukünftigen Herausforderungen an Feuerwehrgerätschaften, die aus den steigenden Anforderungen sowie aus einem erweiterten Einsatzspektrum resultieren, bewältigen zu können, präsentierte Landesfeuerwehrkommandant OBR Ing. Rudolf Robin die „Gefahrenabwehr- und Ausrüstungsplanung Kärnten“. In Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten und dem Kärntner Gemeindebund hat der Kärntner Landesfeuerwehrverband ein Zukunftskonzept entwickelt, dass das Gefahren- und Risikopotential jeder Gemeinde in den Mittelpunkt von Fahrzeug- und Geräteanschaffungen stellt.

Wenn vom 9. bis 16. Juli 2017 rund 3.500 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aus 35 Nationen in Villach zu Gast sein werden, um die „16. Internationalen Feuerwehrwettbewerbe und die 21. Internationale Feuerwehrjugendbegegnung“ auszutragen, dann werden auch Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk helfen, dass dieses Jahrhundertereignis des Kärntner Feuerwehrwesens ein Erfolg wird. Der Bezirksfeuerwehrkommandant von Villach-Stadt, OBR Andreas Stroitz, stellte mit Enthusiasmus die Projekt- und Personalplanung „#VillachOnFire – CTIF 2017 – Die ganze Welt zu Gast in Villach“ vor.

Zur Perfektionierung der Aufgaben im Techniksektor führte der Kärntner Landesfeuerwehrverband die technische Leistungsprüfung ein. Die Aufgaben und Tätigkeiten des Maschinisten werden dabei in den Mittelpunkt gestellt. Auf Bezirksebene wird die erste Stufe „Bronze“ am 21. Oktober 2017 erstmalig geprüft. Bezirksmaschinenmeister ABI Hannes Raab erläuterte die Schulungs- und Prüfungsinhalte.

Das der „Katastrophenhilfszug 4“ aller Feuerwehren aus den Bezirken St. Veit an der Glan und Feldkirchen bestens für Einsätze aller Art gerüstet und bereit ist, zeigte die einzigartige und spektakuläre 3-Tages-Übung im Tritolwerk in Niederösterreich im Herbst 2016. In der alten Munitionsfabrik aus dem zweiten Weltkrieg, heute eines der größten europäischen Übungszentren für Szenarien mit dem Schwerpunkt: retten und bergen von Menschen aus Trümmern, Höhen und Tiefen, zeigte der „Katastrophenhilfszug 4“ seine Stärke und Professionalität. In der Feuerwache Althofen ist ein dezentraler Stützpunkt des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes von Gerätschaften für Katastrophen- und Schadenslagen aller Art stationiert. Die Feuerwehrvertreter wurden über die Geräteanforderung im Bedarfsfall informiert und hatten auch die Möglichkeit alle dort gelagerten Einsatzmittel zu besichtigen.

Beeindruckt von einem nicht alltäglichen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr, mit ihren unzähligen Aufgabenbereichen, war Althofens Bürgermeister Alexander Benedikt. Er nutzte als Hausherr nicht nur die Möglichkeit den neuen Landesfeuerwehrkommandanten erstmalig in Althofen begrüßen zu können, sondern auch um zur großartigen Freiwilligenarbeit im Bezirk zu gratulieren. Er dankte allen herzlich für die Nächstenhilfe.

Naturgewalten mit Überschwemmungen und Schneebrüchen, schwere Verkehrsunfälle, Hilfeleistungen aller Art und Großbrände forderten im vergangenen Einsatzjahr die Florianijünger des Bezirkes. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ing. Egon Kaiser MSc zeigte sich stolz über „seine Feuerwehrkameraden“, dass sie die vielfältigen und auch belastenden Herausforderungen so perfekt meistern. Er dankte allen für Ihr Engagement und wünschte gleichzeitig eine gesunde Rückkehr von allen Einsätzen im kommenden Jahr.

Fakten 2016

Der Bezirk St. Veit an der Glan zählt 2.319 Feuerwehrmitglieder in 43 Freiwilligen Feuerwehren und 4 Betriebsfeuerwehren. Von den 2.171 aktiven Mitgliedern sind 76 weiblich.

148 Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren, darunter 40 Mädchen, engagieren sich in 18 Feuerwehrjugendgruppen.

Freiwillig absolvierten 490 Florianijünger eine vielfältige Aus- und Weiterbildung auf Bezirks- und Landesebene.

2.475 Einsätze wurden 2016 bewältigt. (+19,5% bzw. +404 Einsätze ggü. 2015)

davon 1.950 Technische Einsätze (u.a. 460 Hilfeleistungen nach Sturm, Überschwemmung und Schneebruch I 146 Verkehrsunfälle I 23 Gefahrguteinsätze mit Gasen, brennbaren Flüssigkeiten und ätzenden Stoffen I 10 Alarmierungen des Tauch- und Wasserdienstes I 1 Einsatz des Katastrophenhilfszuges in Afritz)

davon 525 Brandeinsätze (u.a. 153 Alarme von Brandmeldeanlagen I 30 Alarme von Heimrauchmeldern)

69 Menschen und 14 Tiere wurden gerettet. Für 10 Menschen kam leider jede Hilfe zu spät und sie konnten nur mehr tot geborgen werden.

Im Einsatz wurden 16.970 Mitglieder eingesetzt. Rund 377.000 Stunden wurden so für das Feuerwehrsystem im Bezirk St. Veit an der Glan aufgewendet. Die Helfer der Nächstenliebe erbrachten so für die Allgemeinheit eine unentgeltliche Gesamtleistung in der Höhe von rund 18,8 Mio. EURO.

Quelle: BFKdo. St. Veit/Glan, BI MMag. Wilhelm Mitterdorfer