BFVG: 25 Jahre Brandschutzforum Austria – 15 Jahre Aprilsymposion

Das Brandschutzforum Austria (BFA) erfüllt vor allem wichtige Ausbildungsaufgaben: Bereits über 35.000 Personen wurden innerhalb der letzten 25 Jahre am Brandschutz- und Sicherheitssektor ausgebildet. Das Jahr 2013 hat dabei einen Rekord mit über 3.200 Teilnehmern gebracht. An der Karl Franzens Universität in Graz besteht seit 2006 die erste umfassende Brandschutzvorlesung auf akademischem Boden in Österreich. Diese wird vom Präsidenten des BFA, Univ.-Lektor OSR Dr. Otto Widetschek, mit großem Erfolg gestaltet.

Das Jubiläumsjahr 2014 wird vom Brandschutzforum Austria gebührend begangen. Rund 200 geladene Gäste zelebrierten  am 3. April das 25 jährige Bestehen dieser Institution im Hotel Novapark.

Tags danach fand zum bereits 15. Mal die Brandschutzfachtagung mit zahlreichen Vorträgen und Ausstellungen – das sogenannte Aprilsymposion in der Grazer Stadthalle statt.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter in Vertretung von Landeshauptmann Mag. Franz Voves Nationalratsabgeordneter Michael Ehmann, in Vertretung von Landeshauptmann Stellvertreter Hermann Schützenhöfer Landtagsabgeordneter Eduard Hamedl, in Vertretung von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl Ehrenclubobmann der ÖVP Peter Piffl-Percevic, Vizepräsident des Bundesfeuerwehrverbandes Ing. Franz Humer, der neue Branddirektor der Stadt Graz Johann Kirnich und viele mehr beehrten den Gründer und Präsidenten des BFA, Dr. Otto Widetschek, seinen Vizepräsidenten Ing. Alfred Enko sowie den Geschäftsführer Ing. Rudolf Mark im renommierten Hotel Novapark.

Die vergangenen 25 Jahre wurden im Laufe der Veranstaltung beleuchtet, zahlreiche Vortragende aus den Anfangszeiten waren ebenso gekommen.

Den Festvortrag hielt der Genetiker Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger von der Medizinischen Universität Wien. Unter dem Motto “Die Durchschnittsfalle überwinden” regte er die Gäste mit viel Humor zum Nachdenken an.

Neben vielen Unterstützern und langjährigen Wegbegleitern wurde auch das Führungsduo Dr. Otto Widetschek und Ing. Rudolf Mark mit dem “BFA Uhrturm in Gold” ausgezeichnet.

Zum Feiern blieb allerdings nicht viel Zeit, stand doch am nächsten Tag das Aprilsymposion am Terminkalender. Zahlreiche Austeller und vier parallel laufende Seminare brachten den rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Themen vorbeugender und betrieblicher Brandschutz einmal mehr näher.

In diesem Zusammenhang stellte der Präsident des BFA, Univ.-Lektor Dr. Otto Widetschek, einen Forderungskatalog zusammen:

Brandschutz vereinfachen!

Der Brandschutz ist heute eine hoffnungslose, komplexe Querschnittsmaterie.  Über 100 Gesetze, Verordnungen und Richtlinien müssen heute bei der Errichtung eines Bauwerks berücksichtigt werden. Dies gehört unbedingt vereinfacht!

Einheitliches Baugesetz!

Trotz – oder wegen der einheitlichen EU-Normen wird in Österreich bei der Errichtung von Bauwerken noch immer nach neuen Landesbaugesetzen gearbeitet (Bürokratie in Reinkultur). Das Brandschutzforum Austria (BFA) hat schon seit Jahren eine Vereinheitlichung in Form eines Bundes-Baugesetzes gefordert!

Rauchwarnmelder

Jahr für Jahr sterben Menschen in Österreich im Wohn- und Schlafbereich, weil sie nicht rechtzeitig vor giftigen Brandrauchgasen gewarnt werden. Das BFA fordert daher die verpflichtende Ausrüstung aller Altbauten mit Rauchwarnmeldern, wie dies in Kärnten, als einzigem Bundesland, derzeit bereits der Fall ist!

Brandschutz in Hochhäusern

Beim Brandschutz in Hochhäusern gibt es in der Steiermark noch immer zwei Klassen: Hochhäuser, die saniert sind und jene, die gefährliche Brandfallen darstellen. In diesem Zusammenhang fordert das BFA eine eindeutige gesetzliche Regelung.

Wärmedämmung als Januskopf

Der heute berechtigterweise notwendige Wärmeausweis für Bauwerke zur Energieeinsparung beim Heizen ist zu einem gefährlichen Januskopf geworden. Dies berichtete der Branddirektor der Stadt Frankfurt/Main an dieser Tagung, da überwiegend brennbare Fassadenverkleidungen verwendet werden. Hier sind verbindliche Regulative zu schaffen!

Akademischer Brandschutz

An der Karl Franzens Universität gibt es die einzige umfassende Vorlesung über Brandschutz in Österreich. Das BFA fordert eine verpflichtende universitäre Ausbildung aller Bauingenieure und Architekten an den hohen Schulen. Denn es ist nicht einzusehen, warum jene Personen, die Bauwerke planen und herstellen nur in der Statik und nur im Wärme- und Schallschutz ausgebildet werden sollen. Der Brandschutz ist universitär gesehen noch immer ein Stiefkind!

Feuer- und Gefahrenpolizeigesetz novellieren!

Abschließend forderte der Präsident des BFA eine umfassende Novellierung des Feuer- und Gefahrenpolizeigesetzes. Im Speziellen sollen Rauchwarnmelder auch verbindlich für Altbauten, die Sanierung von Hochhäusern und die Verwendung von brennbaren Dämmmaterialien genauer geregelt werden.

Neue Fachbücher

Beim 15. Aprilsymposion des BFA stellte Der Verleger Rudolf Lobnig auch das neue Fachbuch “Die neue Einsatztaktik im Feuerwehrwesen” vor, welches er in der Edition BLAULICHT herausgegeben hat. Es stammt aus der Feder des Präsidenten des BFA und behandelt dieses sensible Thema mit spannender Fachkompetenz.

Ein weiteres Buch unter dem Titel “155 – der Kriminalfall Kaprun” kann unter www.brandschutzforum.at/shop bestellt werden. Es ist die erste wahrheitsgetreue Dokumentation über die Jahrhundertkatastrophe am Kitzsteinhorn, bei welcher 155 Menschen durch eine Brand ums Leben kamen.

Rückfragen:
Brandschutzforum Austria
Dr. Otto Widetschek
Tel.: 0664 21 22 000
widetschek@brandschutzforum.at
www.brandschutzforum.at

Quelle: BFVG, HBI Andreas Rieger

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