AFKDO Mondsee: Zell am Moos - Realistische Übung

Brand Wohnhaus während Kindergeburtstagsfeier

Die Feuerwehr Zell am Moos organisierte eine realistische Übung in einem Abrisshaus. Die Übungsannahme lautet: „Brand Wohnhaus, rund 20 Personen eingeschlossen, Feuer hat auf Nachbarobjekt und Bäume übergegriffen!“ Diese Annahme führte zu einer realistischen Übung für die beteiligten sechs Feuerwehren.

Die Feuerwehren aus Zell am Moos, Guggenberg, Haslau, Hof (VB), Oberhofen und Mondsee hatten einige herausfordernde Aufgaben abzuarbeiten. Bereits beim Eintreffen wurden die Einsatzkräfte vom aufgeregten Hausbesitzer „überrascht“ und rasch aus den Fahrzeugen geholt. Der aufgeregte und panische Hausbesitzer wurde von einem Feuerwehrkameraden aus Zell am Moos sehr authentisch „gespielt“. Übungsplaner Matthias Kroiss zeigt sich erfreut von den realistischen Schauspieleinlagen: „Die unerwarteten Gefühlsausbrüche unseres Schauspielers führten zu einigen sehr realitätsnahen emotionalen Szenen, die so nur im Einsatz vorkommen und bei Übungen eher ungewöhnlich sind!“

Nachdem das Einsatzobjekt zwar sehr nahe beim Feuerwehrhaus Zell am Moos, aber trotzdem einige Meter im Gemeindegebiet von Tiefgraben liegt, wurde die Einsatzleitung vom Kommandanten Zell am Moos Stefan Buchner an den Guggenberger Kommandanten Georg Hausleitner übergeben. Beide konnten durch die enge Zusammenarbeit die unübersichtliche Lage mit den vielen vermissten Kindern rasch unter Kontrolle bringen und die relevanten Rettungsmaßnahmen setzen.

Die Hauptaufgaben der Wehren waren die Rettung der eingeschlossenen 18 Kinder und zwei Erwachsenen durch mehrere Atemschutztrupps. Der Löschangriff auf die brennenden Häuser und Bäume wurde mit mehreren Rohren durchgeführt. Die Wasserversorgung wurde durch mehrere lange Zubringerleitungen vom Irrsee sichergestellt. Der nächste Hydrant war für die Übung „defekt“. Die Absicherung der Schlauchleitungen über die viel befahrene Landesstraße B154 stellte eine zusätzliche Herausforderung dar.

Nach 1,5 Stunden konnte die Übung beendet werden. Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen beteiligt.

Text: C. Stoxreiter & A. Neuhauser

Quelle: AFKDO Mondsee, C. Stoxreiter

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