LFV Steiermark: Internationale Katastrophenschutzübung

Von 9. bis 10. Mai findet im Bezirk Klagenfurt-Land die Abschlussübung des EU-Projekts GOAL statt. Im Kärntner Rosental treffen sich Einsatzkräfte aus der Steiermark, aus Kärnten sowie aus Slowenien und Italien.

Ziel dieses länderübergreifenden Projekts ist eine gute und effektive Zusammenarbeit verschiedener Nationen in Großschadenslagen wie zum Beispiel bei Waldbränden, Unwetterereignissen oder massiven Unfallszenarien.

Bereits im Jahr 2012 fand auf der Soboth die erste von drei GOAL-Katastrophenschutzübungen statt. Ein Jahr später folgte eine weitere im Loibltunnel. Jedes Mal stark vertreten waren auch steirische Feuerwehrkräfte. Unter der Führung von Einsatzleiter BD Stv. Ing. Heimo Krajnz wurde auch diesmal wieder der Katastrophenhilfsdienst (KHD) International des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark ins Übungsgebiet “alarmiert”.

Die Szenarien dieser beiden Übungstage sind äußerst vielseitig. Die Schwerpunkte sind die Themen Schiffsunglück, Hochwasser, Waldbrand und Gefährliche Stoffe.

Die Aufgabe des steirischen KHD International, auch GFFFV (Ground Forest Fire Fighting using Vehicle) genannt, ist die Bekämpfung von Waldbränden. Die Unterstützung kann im Ernstfall auch außerhalb von Österreich über ein EU-Kommunikations- und Informationssystem angefordert werden. Insgesamt besteht das Team aus rund 150 Frauen und Männern, die neben der Stabsarbeit einen Pumpen- sowie einen Versorgungszug stellen. An dieser Übung nehmen rund 90 Feuerwehrmitglieder mit etwas mehr als 20 Fahrzeugen teil. Hauptaufgabe ist die Förderung von Löschwasser über längere Wegstrecken, die vom Einsatzstab unterstützt und koordiniert wird. Dies werden die Kräfte am 10. Mai in Angriff nehmen.

Auch die Feuerwehrtaucher der Grazer Berufsfeuerwehr werden an einem Übungsszenario am Wörthersee teilnehmen.

Die Alarmierung erfolgte heute, am 9. Mai 2014, über die Landesleitzentrale Florian Steiermark um bereits 07:00 morgens. Der Treffpunkt wurde nach der Mobilisierung mit 13:00 in der Landesfeuerwehrschule Kärnten in Klagenfurt festgelegt. Dort erfolgte die Verpflegung der angereisten Kräfte sowie ein Briefing durch die Einsatzleitung.

Um das Übungsgebiet auch von oben besichtigen zu können, erfolgte die weitere Anreise über den Pyramidenkogel. Der Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko öffnete die Tore des Aussichtsturmes und ermöglichte somit den steirischen Florianijüngern einen atemberaubenden Ausblick über das Übungsgebiet.

Die Feuerwehrkräfte wurden danach gemeinsam mit den slowenischen und italienischen Einheiten am Truppenübungsplatz Glainach einquartiert, um sich für den Einsatz am 10. Mai vorbereiten zu können.

Somit stand am ersten Übungstag die Logistik im Vordergrund.

Einsatzleiter BD Stv. Ing. Heimo Krajnz: “Wenn so viele Feuerwehren aus ihren Heimatbereichen ausrücken sind natürlich einige Dinge zu klären. Eine geordnete Anreise, Schlafstellen und die kulinarische Versorgung der Einsatzkräfte zum Beispiel. Das sind Herausforderungen, die bei einem klassischen Feuerwehreinsatz nicht so relevant sind. All das wurde heute gemeinsam mit dem Gastgeber Kärnten beübt und es hat hervorragend funktioniert.”

Somit sind die steirischen Einsatzkräfte bestens für den morgigen Tag vorbereitet.

Quelle: FF Graz, HBI Andreas Rieger

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