BFKDO Gmunden: Große Waldbrandübung

Über 200 Einsatzkräfte übten den Ernstfall

Knapp 220 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundesheer und Rotem Kreuz führten am Freitag, den 23. Mai und Samstag, den 24. Mai 2014 im Bereich der Laufenberg- Alm (Gebiet Rettenkogel) im Gemeindegebiet von Bad Ischl eine Waldbrandübung durch.

Freitag, 23. Mai 2014:

Angenommen wurde ein Brand welcher sich rasch über die Alm ausgebreitet hatte. Am Freitag, 23 Mai 2014 wurden bereits die Feuerwehren des Pflichtbereiches Bad Ischl alarmiert. Da der angenommene Brand durch die eingesetzten Feuerwehren nicht zu bekämpfen war, wurde über den Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Stefan Schiendorfer der Feuer- und Bergebereitschaftszug des Bezirkes Gmunden, kurz die F.u.B. Züge alarmiert. Zusätzlich wurden beide Waldbrandstützpunkte (Scharnstein und St. Agatha) sowie über Anforderung des Landesfeuerwehrkommandos das Bundesheer mit Hubschrauberunterstützung alarmiert.

Samstag, 24. Mai 2014:

Die F.u.B. Züge des Bezirkes trafen sich um 07.00 Uhr (KDO Zug, 1,2 & 6 Zug) sowie um 08:00 Uhr (technischer Zug) laut Voralarmierung durch die zuständigen Zugskommandanten auf den zugewiesenen Sammelplätzen. Der 3. Zug, welcher aus Feuerwehren des Abschnittes Bad Ischl besteht, war bereits seit Freitag im Einsatz.

Im Bereitstellungsraum bei der Firma Appesbacher trafen die Züge gegen 08:00 Uhr bzw. 09:00 Uhr ein und wurden seitens der Einsatzleitung, welche mit den Stabsfunktionären des Bezirkes besetzt war eingeteilt und in das Einsatzgebiet entsandt. Um 08:30 Uhr trafen die Hubschrauber des Bundesheeres (1x Bell 212 & 1 Alouette III) am Hubschrauber- Absprungplatz ein. Die Fliegerische Einsatzleitung hatten die Waldbrandstützpunktleiter über. Flughelfer wurden seitens der Stützpunkte und durch Kameraden der FF Wels und der BF Linz gestellt.

Da bereits am Freitag mit dem Aufbau einer Zubringerleitung Richtung Alm gestartet wurde, musste bereits nach der vierten Pumpe das Material auf dem Berg geflogen werden. Flughelfer wurden abgeseilt und nahmen an den jeweiligen Pumpenstandorten die Gitterboxen mit den Pumpen und dem Schlauchmaterial an. Das Feuerwehrpersonal wurde mit den Fahrzeugen entlang einer Forststraße in das Gelände gebracht. Der restliche Weg zum Pumpenstandort wurde zu Fuß bewältigt.

09:00 Uhr:

Die Einsatzleitung wurde über einen Unfall (Übung) auf einer Forststraße informiert. Ein Fahrzeug stieß mit einem Traktorgespann zusammen und stürzte dabei ab. Zwei Personen wurden dabei im Fahrzeug eingeklemmt. Der 4. Zug der F.u.B. Einheit des Bezirkes wurde darauf hin zum Einsatzort entsandt. Neben dem Sichern des Fahrzeuges und der Personenrettung, galt es auch ein Leckgeschlagenes Fass mit Treibstoff abzudichten und umzupumpen.

11:17 Uhr:

Nach dem alle Pumpen und Geräte aufgeflogen waren und die Schlauchleitung mit einer Gesamtlänge von 4260 Metern aufgebaut war, wurde Wasser marsch gegeben.

11:36 Uhr:

Am Berg wurde mit der Brandbekämpfung begonnen. Das GTLF 10.000 der FF Bad Goisern wurde als Zwischenspeicher in die Leitung mit eingebaut, um bei einem Ausfall Genügend Reserven zu haben.

12:15 Uhr:

"Brand Aus" vom Berg. Danach Begann der Abbau der Leitung und der Abtransport mit den eingesetzten Hubschraubern des Bundesheeres.

15:00 Uhr:

Alle eingesetzten Einsatzkräfte und Gerätschaften wurden vom Berg ins Tal gebracht und sind am Sammelplatz eingetroffen.

Abschlussbesprechung:

OBR Stefan Schiendorfer konnte im Anschluss alle Teilnehmer beim Sammelplatz zu einer Abschlussbesprechung begrüßen. Sein Dank erging an alle Übungsteilnehmer sowie bei den Verantwortlichen welche die Übung ausgearbeitet haben. Somit sind die Einsatzkräfte wieder bestens vorbereitet um im Einsatzfall schnell und effektiv helfen zu können. Die Versorgung wurde durch die FF Strobl mit der "Gulaschkanone" übernommen. Seitens des Bezirksfeuerwehrkommandoas darf hier nochmals ein großer Dank für die Teilnahme und der Disziplin während der Übung ausgesprochen werden.

Eingesetzte Kräfte:

Feuerwehren:

Altmünster, Laakirchen, Bad Goisern, Bad Ischl, Scharnstein, Pfandl, Steyrermühl, Pinsdorf, Ohlsdorf, Traunkirchen, Reindlmühl, Kirchham, Gschwandt, St. Konrad, St. Agatha, Russbach, Ebensee, Viechtwang, Strobl, Wirling, Schörfling, Landegg, Jainzen, Lauffen, Abersee, Ahorn & Perneck mit 54 Fahrzeugen und 201 Mann!

Bundesheer:

1x Bell 212, 1x Alouette III & 1 Tankwagen mit 8 Mann!

Rotes Kreuz:

1 Fahrzeug und 3 Mann!

Flugbewegungen:

9x Erkundungsflüge
10x Personentransporte
20x Materialflüge

Schlauchleitung:

17 Tragkraftspritzen
213 B-Schläuche (4260 Meter)
19 C- Schläuche (285 Meter)

Quelle: BFK Gmunden, HAW Stefan Pamminger