BFK Gmunden: Bezirks-Waldbrandübung (FuB-Übung)

Übung dem Wettergott zum Opfer gefallen

"Freitag, 27. Mai. 2011 - ca. 15:00 Uhr - Ausgedehnter Brand einer Almhütte auf der Laufenberg-Alm, Gebiet Rettenkogel - Gemeinde Bad Ischl. So lautete die Einsatzalarmierung der Feuerwehren des Pflichtbereiches Bad Ischl". Bereits seit Wochen liefen im Pflichtebereich Bad Ischl die Vorbereitungen für eine große Waldbrandübung, welche den Einsatz der gesamten FuB-Bereitschaftszüge des Bezirkes Gmunden, sowie die Unterstützung aus der Luft durch das OÖ Bundesheer erforderte.

Durch die Bemühungen des Pflichtbereichskommandanten ABI Hochdaninger Franz und Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Schiendorfer Stefan, wurde bei schon fast sintflutartigem Regenschauer die Übung am Freitag Nachmittag begonnen, mit der Hoffnung diese für Samstag retten zu können.

Am Abend des 27. Mai 2011 wurden die Züge der FuB=Feuerlösch- und Bergebereitschaft des Bezirkes Gmunden sowie die Stabstellen zur Einsatzübung alarmiert. Samstagmorgens, trafen sich die eingeteilten Züge an den Sammelplätzen und machten sich pünktlich um 07:00 Uhr auf dem Weg zum Einsatzgebiet nach Bad Ischl.

Durch den anhaltenden Regen und die tiefen Nebelschwaden sowie der Tatsache dass die bereits am Vortag aufgebauten Pumpen im Einsatzgebiet unter Schnee verschwanden, wurde nach einer Besprechung der Einsatzleitung die FuB-Übung abgesagt. Ein Flug der Hubschrauber wäre unmöglich gewesen, ebenso ein Abwarten bis zum späten Nachmittag.

Mit Unterstützung der FuB Züge wurden die bereits aufgebauten Pumpen und Schläuche im Einsatzgebiet abgebaut. Der Versorgungszug versorgte die Teilnehmer mittels Kaltversorgung. Im Gerätehaus der Feuerwehr Bad Ischl wurde alles für die teilnehmenden Kameraden vorbereitet, da die ganze Verpflegung für diesen Tag bereits vor Ort war. Die FF Strobl unterstützte den Versorgungszug mit der mobilen "Gulaschkanone".

Der technische vierte Zug kam aber dennoch zum Übungseinsatz, welcher laut Plan durchgeführt wurde. Auf einer Forststraße stürzte ein Fahrzeug rund 40 Meter ab - eine Person wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Der 26 Mann starke Zug barg die verletzte Person aus dem extrem steilen Gelände. Ein Fass mit gefährlichen Stoffen, welches beim Absturz aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, musste umgepumpt und ebenfalls geborgen werden. Der schwierigste Teil war die Bergung des Fahrzeuges. Mit Seilwinden und mit Hilfe eines Kranes konnte dennoch das Fahrzeug aus 40 Meter Tiefe auf die Forststraße gebracht werden. Im Anschluss wurde die Einsatzstelle gereinigt und das Fahrzeug abtransportiert.

Nach dem Eintreffen aller Züge in Bad Ischl wurden alle Teilnehmer durch den Versorgungszug versorgt. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Robert Benda und Landesfeuerwehr-Kommandant Stv. Dr. Wolfgang Kronsteiner bedankten sich bei allen teilnehmenden Kameraden und Feuerwehren, welche obwohl widrigsten Bedingungen versuchten die Übung durchzuführen. OBR Benda hielt fest, dass ein zweiter Anlauf nach Abklärung eines passenden Termins durchgeführt wird.

Ein großer Dank ergeht an die Feuerwehren des Pflichtbereiches Bad Ischl unter Pflichtbereichskommandant ABI Hochdaninger Franz und Abschnittskommandant BR Schiendorfer Stefan, welche unverbissen bis zum Schluss versuchten diese Übung über die Bühne zu bringen.

Im Einsatz standen:

Feuerwehren des Pflichtbereiches Bad Ischl
FuB Bereitschafts- Züge des Bezirkes Gmunden
Bundesforste
Bergrettung
Rotes Kreuz
Teilnehmer: 180 Mann
Fahrzeug: 38 Fahrzeuge

Quelle: BFK Gmunden
http://www.ff-badischl.at/