BFV Graz-Umgebung: Katastrophenschutzübung am Listkogel

Nach einem gestern Donnerstagnachmittag gegen 17.00 Uhr ausgebrochenen Waldbrand am Listkogel in der Marktgemeinde Übelbach, wo fiktiv die Feuerwehren Übelbach und Neuhof mit dem Tanklöschzug Nord die Löscharbeiten des Waldbrandes die ganze Nacht hindurch durchführten, alarmierte der Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Alois Rieger heute Freitag, dem 5. Juni 2009 um 9.00 Uhr die FuB-Bereitschaft um eine Ablöse der eingesetzten Einsatzkräfte und die Löscharbeiten mit dem Sonderlöschzug "Waldbrand" sowie zwei Hubschraubern vorzubereiten und durchzuführen.

So lautete für den FuB-Bereitschaftskommandant ABI Mag. Heimo Kren von Graz-Umgebung der Auftrag für die Katastrophenschutzübung (FuB/KHD-41 - Übung) im Raum Übelbach mit Schadenslage "Waldbrand Listkogel".

Kurz nach 9.00 Uhr wurde der Kommandozug der FuB-41 per SMS alarmiert und die Mitglieder des Stabes sammelten sich bei der Bezirksalarmzentrale in Raaba. Nach einem kurzen "Briefing" setzte sich der Zug über die Autobahn A2/A9 in Richtung Schadensgebiet "Listkogel - Übelbach" ab. Auf einer Anhöhe auf 1050 Meter beim so genannten "Hubertushof" wurden die Einsatzleitung sowie der Hubschrauberlandeplatz eingerichtet.

Nach einer kurzen Erkundungsfahrt mit geländegängigen Fahrzeugen wurden der Sonderlöschzug "Waldbrand", der Tanklöschzug "SÜD" und der Versorgungszug "FuB-41" nachalarmiert. Weiters verständigte man einerseits für den Transport von Mannschaft und Gerät und andererseits für die Löscharbeiten zwei Hubschrauber (BMI und BH). Um 14.00 Uhr waren die Helikopter und die Gerätschaften und Mannschaften des Waldbrandzuges vor Ort.

So konnte mit dem Absetzen der Mannschaft und Gerätschaft im steilen Gelände begonnen werden. Das Löschwasser wurde mit den Tanklöschfahrzeugen aus den südlichen Teil des Bezirkes Graz-Umgebung angeliefert und in einem 30.000 Liter Wassercontainer zwischengespeichert. Nach dem Absetzen und Zusammenschließen der jeweiligen Zubring- und Löschleitungen konnte um 15.30 Uhr der in zwischen auf 5 ha ausgedehnte Waldbrand umfassend mit C-Rohren und Löschrücksäcken, sowie Feuerpatschen und Schanzwerkzeug gelöscht werden.

Um die Öffentlichkeit wegen der starken Bewegung von Einsatzfahrzeugen und Fluggeräten im Raum Übelbach nicht im Ungewissen zu lassen, wurde ein Pressegespräch für interessierte Medien- und Behördenvertreter abgehalten. Dieses Gespräch wurde auch in englischer Sprache übersetzt.

Als Gesprächspartner standen Verfügung:
OBR Alois Rieger (Bezirksfeuerwehrkommandant von Graz-Umgebung)
Karl Neuhold (Vertreter vom Forts-Gut Gaulhofer)
Bürgermeister Ing. Markus Windisch (Marktgemeinde Übelbach)
ABI Mag. Heimo Kren (Bereitschaftskommandant der FuB - KHD 41)

An dieser Übung haben drei Züge der Feuerlösch- und Bergebereitschaft (FuB) mit 35 Fahrzeugen und knapp 130 Feuerwehrmitgliedern aus dem Bezirk Graz-Umgebung und die Hubschrauber des Bundesministerium für Inneres und des Bundesheeres teilnehmen. Einer von diesen drei FuB-Zügen aus Graz-Umgebung ist ein Spezialzug für Waldbrandbekämpfung, wo die jeweiligen Gerätschaften mit Quarts, Seilwinden, Spezialschlitten den steilen, steinigen und unwegsamen Waldboden hinaufgezogen werden mussten. Für die Löschwasserversorgung hat dieser Zug einen 30.000 Liter Wassercontainer, welcher von der Fa. Zuser-Umweltservice eigens für solche Brandfälle gebaut wurde und zur Verfügung gestellt wird.

Zweck der Großübung: Die Einsatzkräfte auf die kommende "Waldbrandsaison" (Juli / August) optimal vorzubereiten.

Ziel: Mannschaft und Gerät auf ihre Ausdauer und Belastbarkeit in 1.148 Metern prüfen; Testen der Koordination zwischen Einsatzorganisationen, Behörden und Institutionen.

Quelle: BFV Graz-Umgebung