LKW mit 23 Tonnen Bleiakkus bei Gröbming in Vollbrand

LKW mit 23 Tonnen Bleiakkus bei Gröbming in Vollbrand 1

In den Morgenstunden des 4. Juni gerät die Ladung eines Sattelschleppers auf der Ennstalbundesstraße (Fahrtrichtung Salzburg) Höhe Mitteleinfahrt Gröbming (Gemeindegebiet Mitterberg) vermutlich durch Selbstentzündung in Brand. Diese besteht aus 23 Tonnen schwefelsäurehaltiger Bleiakkumulatoren. Um 04:52 Uhr alarmierte die Bezirksfeuerwehrzentrale „Florian Liezen“ die Feuerwehr Gröbming. Nach Eintreffen am Einsatzort wird unter schwerem Atemschutz ein Schaumangriff mittels zweier HD-Rohren gestartet. Die Zugmaschine ist vom Brand nicht betroffen, der Fahrer konnte diese noch rechtzeitig abhängen. Seitens Einsatzleiter wird die Nachalarmierung der ortszuständigen Feuerwehr Mitterberg veranlasst.

Es treffen Polizei und Rotes Kreuz an der Unfallstelle ein. Die Analyse der Frachtpapiere hat ergeben, daß es sich um einen Gefahrstoff (UN 2754) handelt, weshalb die Einsatzleitung den Ölstützpunkt Schladming sowie der Präsenzdienst der Bezirkshauptmannschaft und das Bezirksfeuerwehrkommando verständigt werden. Weiters die FF Stein an der Enns (Atemschutz). Das mit Schwefelsäure kontaminierte Löschwasser fliesst über einen Gully in den Gröbminger Bach, weshalb die Einsatzkräfte versuchen, den Gully mit Sandsäcken und Bindemittel soweit als möglich abzudichten, der Rest des Löschwassers gelangt in das Erdreich.
Deshalb wird nach Rücksprache mit ÖF Schladming das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug der Stadtfeuerwehr Liezen alarmiert sowie der Chemiealarmdienst des Landes Steiermark. Die Temperatur der Akkumulatoren hat zu diesem Zeitpunkt eine Temperatur von 50°C, gemessen mit der Wärmebildkamera. Die Unfallstelle wird im Radius von 25 Metern abgesperrt. Während das kontaminierte Löschwasser auf der Straße mittels Bindemittel gebunden wird, wird der Oberflächenwasser-Schacht von einem Spezialunternehmen gereinigt bzw. Löschwasser abgesaugt. Nach einer Stunde werden mit der Wärmebildkamera noch immer Temperaturen von 28°C gemessen, immer wieder werden die Akkus mittels Löschwasser gekühlt. Für das Entladen und Abtransportieren der Bleiakkumulatoren wird ein Spezialunternehmen aus Trofaiach angefordert, dieses wird gegen 10 Uhr in Gröbming eintreffen. Die B 320 ist unterdessen für den gesamten Verkehr gesperrt und kann voraussichtlich frühestens erst gegen Mittag freigegeben werden.

In Summe sind 5 Feuerwehren mit 13 Fahrzeugen und 60 Mann im Einsatz:

FF Gröbming mit TLFA 4000, LFB-A, LKW und MTF-A (18 Mann)
FF Mitterberg mit TLFA 1000 und KLF (12 Mann)
FF Schladming mit ÖF+Anhänger und MTF-A (12 Mann)
FF Stein an der Enns mit RLFA 2000 und MTF (10 Mann)
FF Liezen mit GSF, LKW und MTF (8 Mann)
BFV Liezen mit Abschnittsfeuerwehrkommandant
BFV Liezen mit Bezirksöffentlichkeitsarbeitsbeauftragter

Bezirkshauptmannschaft Gröbming
Chemiealarmdienst des Landes
Polizei Gröbming
Rotes Kreuz Gröbming
Kanalreinigungsunternehmen
Spezialentsorgungsunternehmen
Straßenmeisterei
Gabelstapler eines Gröbminger Unternehmens

Quelle: BFV Liezen/Schlüßlmayr

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