Katastropheneinsatz nach Unwetter läuft auf Hochtouren

Nach Auslösen des Katastrophenalarms in der steirischen Landeshauptstadt versammelten sich im der Katastrophenleitstelle sämtliche Entscheidungsträger der Stadt Graz. Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz informierte über die derzeitige Situation. Ing. Alfred Pölzl, Stv. Abteilungsleiter der Berufsfeuerwehr, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Helmut Nestler, Vizebürgermeisterin Lisa Rücker, Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg in Vertretung des Bürgermeisters, Magistratsdirektor Mag. Martin Haidvogl und Wirtschaftsbetriebe-Chef DI Dr. Gerhard Egger machten sich einen Überblick.

Lage:

Seit heute Samstag, den 18.07. 10 Uhr gingen über Graz massive Regenfälle nieder, die Erde konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. 176 Alarme wurden seither aufgenommen, rund 100 konnten bereits abgearbeitet werden. In St. Peter ist nicht nur der Petersbach über die Ufer getreten, aufgrund der Regenfälle besteht auf einem Grundstück am Moserwaldweg die Gefahr einer Hangrutschung. Ein Geologe und die Feuerwehr sind vor Ort, um über die notwendigen Maßnahmen - evtl. eine Evakuierung - zu entscheiden.

Der über die Ufer getretene Schöckelbach brachte - nach einer Welle im Einzugsgebiet Weinitzen und Niederschöckel - den Sandsackdamm bei den Peneff-Gründen zum Einsturz. Die Peneff-Gründe wurden überschwemmt, derzeit sichert die Feuerwehr gerade eine Tiefgarage und arbeitet an der Wiederherstellung des Dammes. Am Gabriachbach sind die beiden Retentionsbecken bis zum Rand gefüllt und drohen überzugehen. Der Thalersee ist stark angeschwollen; Wasser wurde automatisch in den Mühlgang abgelassen. In der Feuerwache Süd liegt der Schwerpunkt der Arbeiten derzeit auf dem Sandsack-Management.

Die Feuerwehr Graz rechnet damit, dass bis in die späten Abendstunden alle überfluteten Keller ausgepumpt sind und Entwarnung gegeben werden kann. Die Einsatzkräfte haben die Situation im Griff: 100 Mann der Feuerwehr, 45 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Mitarbeiter des Kanalbauamtes und der Wirtschaftsbetriebe sind seit Stunden im Dauereinsatz.

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Quelle: FF Graz
FF Graz
Berufsfeuerwehr Graz