FF Gänserndorf: Verkehrsunfall PKW gegen LKW

Am Montag, den 13. Juni 2005, kam es in den Mittagsstunden zu einem schweren Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der L11 mit der L3159. Die 65 jährige Lenkerin eines dunkelblauen Peugeots fuhr auf der L 3159 vom Matzen kommend in Richtung Gänserndorf. Zur gleichen Zeit lenkte ein 51 jähriger Mann einen LKW auf der L 11 in Richtung Prottes.

Im Kreuzungsbereich der L 11 mit der L 3159 kam es zu einem folgenschweren Zusammenstoß. Aus bislang unbekannter Ursache kollidierten die beiden Fahrzeuge genau im Kreuzungsbereich. Beide Fahrzeuge wurden durch Aufprall stark deformiert. Beim LKW riss die Vorderachse ab und er verlor beide Vorderräder. Der Lenker konnte sein Fahrzeug in weiterer Folge weder lenken noch bremsen. Er rutschte etwa 100 Meter weiter, bis er in einem angrenzenden Acker zum Stillstand kam. Durch die Wucht des Aufpralls riss der Dieseltank und es kam zum Austritt von mehreren Litern Treibstoff.

Der technische Zug der Stadtfeuerwehr Gänserndorf wurde um 12:56 Uhr zur Menschenrettung nach Verkehrsunfall alarmiert. Durch Auslösung der Alarmstufe 2 wurde auch die Nachbarwehr Weikendorf mitalarmiert.

Da sich der Unfall genau vor der Niederlassung der OMV Gänserndorf ereignete und am Gelände die Betriebsfeuerwehr, sowie ein betriebsinterner Notarztwagen stationiert sind, rückten auch diese Kräfte aus um den Unfallopfern zu helfen.

Die PKW Lenkerin konnte war in ihrem PKW eingeschlossen und konnte sich nicht aus eigener Kraft aus ihrem Wrack befreien. Der technische Zug der Stadtfeuerwehr sicherte in Zusammenarbeit mit der Betriebsfeuerwehr der OMV die Unfallstelle großräumig ab und begann mit der Menschenrettung. Die verunglückte Lenkerin wurde noch im Fahrzeug vom Notarzt der RK Gänserndorf medizinisch betreut und anschließend mit Hilfe des hydraulischen Rettungssatzes aus dem Wrack befreit. Hierzu musste die B Säule des Autos entfernt werden.

Die Lenkerin wurde mit Hilfe einer Schaufeltrage aus dem Auto behoben und anschließend an das Team des Rettungshubschraubers Christophorus 9 des ÖAMTC übergeben. Sie wurde ins Krankenhaus Mistelbach geflogen.

Der LKW Lenker wurde ebenfalls von einem Rettungsteam des RK Gänserndorf versorgt. Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Medizinische Zentrum Gänserndorf eingeliefert.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Weikendorf kümmerten sich um den austretenden Kraftstoff des LKWS. Trotz sofort eingeleiteter Auffang- und Umpumpmaßnahmen sind rund 20 - 40 Liter im Erdreich versickert. 80 Liter Diesel konnten umgepumpt werden. Vom Einsatzleiter der Feuerwehr Gänserndorf wurde die Wasserrechtsbehörde informiert und das weitere Vorgehen abgeklärt.

Die Feuerwehr Gänserndorf nahm die Fahrzeugbergung vor und in weiterer Folge musste die stark mit Öl und Treibstoff verschmutzte Fahrbahn im Kreuzungsbereich gereinigt werden.

Die Bergung des LKWS wurde auf Wunsch des Eigentümers von einer Privatfirma durchgeführt. Die L 11 war für ca. eineinhalb Stunden in beide Fahrrichtungen gesperrt. Es wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet.

Eingesetzte Kräfte:

Technischer Zug Feuerwehr der Stadt Gänserndorf - 11 Mann mit 4 Fahrzeugen
FF Weikendorf - 8 Mann mit 2 Fahrzeugen
BTF OMV - 8 Mann mit 2 Fahrzeugen

1 Notarzthubschrauber C 9
1 NAW RK Gänserndorf
1 NAW OMV
1 RTW RK Gänserndorf

1 Streife der Gendarmerie

Quelle: FF Gänserndorf