Boot drohte zu versinken

Mit einem schwierigen und langwierigen Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Pupping, Aschach und Alkoven am Freitag, dem 31. August 2001, im Sportboothafen in der Brandstatt (Gemeinde Pupping, Bezirk Eferding) konfrontiert.
Ein Passant kam im Sportboothafen in Brandstatt vorbei. Als dieser das Boot im Wasser sah, bemerkte er, dass das Wasserfahrzeug sehr stark nach vorne hing. Da der Mann bereits einen Wassereintritt vermutete und das Boot zu sinken schien, verständigte er gegen 15.45 Uhr die Freiw. Feuerwehr Pupping. Diese begann unverzüglich mit Auspumparbeiten. Durch das Füllen des gesamten Bootes mit Wasser wurde auch das Motorraum des Bootes überschwemmt und Öl- sowie Treibstoffgemisch wurde freigesetzt. Die nur wenige Kilometer entfernte Feuerwehr Aschach wurde damit beauftragt, mittels eines Bootes eine Ölsperre bei der Einfahrt in den Hafen aufzubauen.
Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt genau, wie tief das Wasser an dieser Stelle gewesen ist und ob das größere Wasserfahrzeug nicht noch sinken werde. Aus diesem Grund rückten Feuerwehrtaucher der FF Aschach nach. Gleichzeitig wurde auch die Alarmierung der Feuerwehr Alkoven mit dem Kranfahrzeug sowie weiteren Feuerwehrtauchern veranlasst. Mit dem Kranfahrzeug sollte in erster Linie einmal das Sinken des teuren Wasserfahrzeuges verhindert werden.

Nach und nach wurde das Boot anhand eines Güllefasses eines Grubendienstes sowie mit Tauchpumpen leergepumpt. Ein einfaches Anheben des Bootes war aufgrund des hohen Gewichtes und des eingeschränkten Platzangebotes nicht möglich.

Im Anschluss begann für die Feuerwehrtaucher die recht schmutzige Arbeit. Schließlich mussten sie beim Ab- und Auftauchen immer durch den am Wasser schwimmenden Ölschleier. Bei minimaler Sicht gelang es den Tauchern, das Loch im Bereich des Motors zu ertasten, ein Sehen war nicht möglich. Mittels Ölbindeflies gelang es schließlich, das Leck provisorisch abzudichten. Nachdem restliches Wasser abgepumpt werden konnte, hob sich das Boot wieder an die Wasseroberfläche, die Gefahr war gebannt.

Mit Muskelkraft zogen die fünf im Wasser befindlichen Taucher das Boot schwimmend quer durch den Sporthafen. Am anderen Ende wurde bereits an Anhänger bereitgestellt. Mit zwei Seilwinden gelang es, das Boot soweit auf den Anhänger zu ziehen, dass es problemlos aus dem Wasser gezogen und abtransportiert werden konnte.
Die Feuerwehren Pupping, Aschach und Alkoven konnten nach einem etwas mehr als fünf Stunden dauernden und erfolgreich endenden Einsatz gegen 21.15 Uhr einrücken.

Zum Teil wurde das Öl-Wassergemisch mittels Vakuumfass abgesaugt und fachgerecht entsorgt. Weiters wurde der lediglich auf der Wasseroberfläche schwimmende Ölfilm mittels Ölvlies aufgefangen. Nach Rücksprache mit der Behörde verbleibt eine Ölsperre über Nacht im Wasser. Nach dem Sammeln über Nacht wird das restliche Öl am Samstag früh gebunden, abgeschöpft und entsorgt.

Fotobericht auf http://www.Feuerwehr-Alkoven.at unter den Einsätzen!

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