BFV Leoben: Wohnhausbrand in der Rannach-Klamm

In der Nacht auf Sonntag, den 27. März 2022 kam es bei einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mautern, Ortsteil Rannach-Klamm, zu einem Großbrand, bei dem auch das Wohngebäude trotz intensivem Löscheinsatz vom Brand sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Personen oder Tiere kamen aber zum Glück durch den Brand nicht zu Schaden.

Die Feuerwehr Mautern wurde gemeinsam mit der Feuerwehr Kalwang um 0:49 Uhr zu dem Brand eines Nebengebäudes in die Rannach-Klamm alarmiert. Umgehend rückte die Feuerwehr Mautern mit dem Rüstlöschfahrzeug aus. Während sich der erste Atemschutztrupp schon für die Brandbekämpfung ausrüstete, war bereits auf der Anfahrt ein deutlicher Feuerschein zu erkennen, woraufhin Einsatzleiter OBI Hirt Wolfgang noch vor dem Eintreffen am Einsatzort Abschnittsalarm für den Abschnitt 3 über die Landesleitzentrale auslöste. Durch die Nachalarmierung rückten nur wenige Minuten nach dem Erstalarm 5 weitere Feuerwehren (FF-Seiz, FF-Kammern, FF-Madstein, FF-Traboch, FF-Wald) zum Brandeinsatz aus.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Nebengebäude des Anwesens in Vollbrand und die meterhohen Flammen griffen bereits auf den Dachstuhl des angrenzenden Wohngebäudes über. Umgehend wurde mit der Brandbekämpfung durch einen umfassenden Außenangriff mittels mehrerer Strahlrohre begonnen. Parallel zum Außenangriff wurde eine Zubringerleitung für die Wasserversorgung mittels Tragkraftspritze aus dem nächstgelegenen Bach aufgebaut. Mehrere Atemschutztrupps drangen mit HD-Rohr in den Dachboden des Gebäudes vor und führten die Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes durch. Da sich der Brand über die Zwischendecke des Wohngebäudes aber sehr rasch ausbreitete, musste der Innenangriff der Atemschutztrupps abgebrochen werden und es wurde der Rückzug aus dem Brandobjekt angeordnet.

Mehrere Strahlrohre wurden auch zwischen dem vom Brand noch nicht betroffen Stallgebäude und dem brennenden Wohnhaus in Riegelstellung gebracht, um eine Ausbreitung auf weitere Gebäude zu verhindern.

Um den Dachstuhlbrand effektiv bekämpfen zu können, wurde seitens der Einsatzleitung auch die Drehleiter der Feuerwehr Trofaiach und in weiterer Folge das Wechselladefahrzeug-Kran der FF-Kammern nachalarmiert. Es musste das Dach des Wohngebäudes mithilfe der Spezialfahrzeuge geöffnet und aufwendig abgelöscht werden. Um kurz nach 7:00 Uhr konnte schließlich vom Einsatzleiter OBI Hirt Wolfgang „Brand-Aus“ gegeben werden.

Die Wasserversorgung während des Löscheinsatzes wurde durch den Einsatz von 3 Tragkraftspritzen sichergestellt, welche das Löschwasser mit 3 B-Leitungen über eine Länge von rund 250 Meter und rund 30 Höhenmeter zum Brandort förderten.

Zur Unterstützung der Atemschutztrupps stand auch das Atemschutzfahrzeug der Betriebsfeuerwehr Voest-Alpine Donawitz im Einsatz. Durch die Mannschaft des ASF mussten im Laufe des Einsatzes insgesamt 26 Atemschutzflaschen befüllt werden.

Nach Abschluss aller notwendigen Tätigkeiten am Einsatzort konnten die Einsatzkräfte gegen 8:00 Uhr morgens und somit erst nach mehr als 7 Stunden kräfteraubender Einsatzdauer in das Rüsthaus einrücken. Danach mussten noch umfangreiche Nachbereitungsarbeiten an den eingesetzten Geräten und Fahrzeugen durchgeführt werden.

Insgesamt standen 79 Feuerwehrmänner/frauen mit 17 Fahrzeugen von 9 Feuerwehren sowie die Polizei und das Rote Kreuz im Brandeinsatz.

Auch am Montag, den 28.03.2022 wurden noch die letzten verbliebenen Löschleitungen und Gerätschaften am Einsatzort abgebaut und weitere Reinigungs- und Nachbereitungsarbeiten durchgeführt.

Eingesetzte Kräfte:

Freiwillige Feuerwehr Mautern in Steiermark
Freiwillige Feuerwehr Kammern
Freiwillige Feuerwehr Seiz
Freiwillige Feuerwehr Kalwang
Freiwillige Feuerwehr Wald am Schoberpass
Freiwillige Feuerwehr Traboch-Timmersdorf
Freiwillige Feuerwehr Madstein - Stadlhof
Freiwillige Feuerwehr Trofaiach
Betriebsfeuerwehr Voest Alpine Donawitz

Polizei
Österreichisches Rotes Kreuz

Quelle: BFV Leoben, BM d.V. Stefan Riemelmoser

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