Gefahr Waldbrand – neue Einsatzkarten

(Wien/OTS) - Schon in den letzten Jahren haben viele Meldungen über Waldbrände den heißen Sommer begleitet. Auch in diesem Jahr ist es aufgrund der anhaltende Hitze und dem ausbleibenden Regen bereits wieder sehr trocken. Um der Gefahr Waldbrand bestmöglich entgegen zu wirken hat der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien nun neue Einsatzkarten entwickelt.

Ursache von Waldbränden

Ein wichtiger Faktor für einen Waldbrand ist die Trockenheit, die zukünftig aufgrund des Klimawandels immer häufiger auftreten wird. Jedoch gibt es zwei weitere Faktoren, die nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun haben. Zum einem entstehen die meisten Brände durch menschliches Handeln, ob aktiv durch Brandstiftung, durch Fahrlässigkeit wie Zigarettenkippen oder durch anderen unsachgemäß entsorgten Müll. Zum anderen spielt die Umgestaltung der Landschaft durch den Menschen eine Rolle, angepflanzte Forstmonokulturen aus Nadelbäumen beispielsweise brennen viel schneller als ein naturnaher Laubwald. Die wichtigste und in Österreich einzig relevante natürliche Ursache für Waldbrände sind Blitzschläge. In den Sommermonaten kann der Anteil an Blitzschlagbränden mehr als 40 % ausmachen. Gefährdet sind hier besonders Gebirgswälder. Durch die schwere Erreichbarkeit und kritische Wasserzufuhr stellen solche Brände die Feuerwehren vor große Herausforderungen, auch weil Blitzschlagbrände nicht selten als schwer zu löschende Erdfeuer auftreten.

Verteilung von Waldbränden

Waldbrände sind in ihrer zeitlichen und örtlichen Verteilung stark von den meteorologischen Bedingungen abhängig. Während es in anderen Ländern oft sehr spezifische und klar definierte Waldbrandsaisonen gibt, kann das Auftreten von Waldbränden in Österreich je nach Verlauf der verschiedenen Saisonen stark schwanken. Statistisch betrachtet treten die meisten Waldbrände in Österreich im Frühjahr auf, wobei im April im Schnitt die meisten Waldbrände verzeichnet werden. Im Hochsommer (Juli und August) zeigt sich oft ein weiteres Maximum beim Auftreten von Waldbränden. Das südliche Niederösterreich, Teile der Steiermark, Kärntens sowie Tirols können als Hotspots des Waldbrandgeschehens in Österreich angesehen werden.

Vorgehensweise in den Wiener Quelleschutzwäldern

Auch die Quellenschutzwälder des Forst- und Landwirtschaftsbetriebs der Stadt Wien haben immer wieder mit Waldbränden zu kämpfen. Um den Wald und im Zuge dessen auch das wertvolle Wasser bestmöglich zu schützen ist eine möglichst schnelle Eindämmung des Brandes notwendig. Um dies zu bewerkstelligen wurden für jedes Revier Einsatzkarten für die Feuerwehr bzw. die Bergrettung angefertigt. Als ersten Schritt wurden die vorhandenen Forststraßen, je nach Befahrbarkeit in verschiedenen Farben kategorisiert und eingezeichnet. Des Weiteren wurden auch gut befahrbare Zufahrtstraßen über Fremdgrund markiert und gültige Ortsbezeichnungen eingefügt. Außerdem wurden markante Punkte wie etwa Hubschrauberlandeplätze oder Schranken in den Karten eingezeichnet. Ein weiteres wichtiges Detail der Karte, stellt der Gewässerkataster von Niederösterreich dar, denn damit wurden die vorhandenen Gewässer nach Größe und Wassermenge gestuft hinterlegt. Dank der erstellten Karten wird es zukünftig schneller möglich sein auf Waldbrände zu reagieren beziehungsweise diese bestmöglich zu löschen.

Quelle: APA-OTS