Mehrere Verletzte nach Zimmerbrand in Wien - Favoriten

In einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus in der Rieplstraße im Sonnwendviertel brach in der Nach auf heute, Mittwoch ein Brand aus. Der Wohnungsinhaber konnte sich gerade rechtzeitig retten und gab an, der Brand habe sich sehr schnell ausgebreitet. In Panik ließ er die Wohnungstüre offen, binnen weniger Minuten war das Stiegenhaus verraucht und der Fluchtweg für die anderen Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses abgeschnitten. Unter den Wohnparteien brach Panik aus, viele liefen in das verrauchte Stiegenhaus und ließen ebenfalls ihre Wohnungstüren offen, was dazu führte, dass Rauch in viele Wohnungen eindrang. Einige Bewohner riefen von den Fenstern aus um Hilfe.

Der Brand wurde mit einer Löschleitung unter Atemschutz bekämpft. Parallel dazu wurden die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses zum Teil mit Fluchtfiltermasken ins Freie gebracht, einige mussten mittels Drehleiter aus den oberen Stockwerken gerettet werden und wurden an die Berufsrettung Wien übergeben. Insgesamt wurden 35 Personen aus dem Wohnhaus gerettet, vier Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht werden, der Rest wurde ambulant vom Katastrophenzug der Berufsrettung Wien versorgt.

„Sollte es einmal in der eigenen Wohnung zu brennen beginnen, wenn möglich bei der Flucht alle Türen schließen, damit sich der Brandrauch nicht ausbreiten kann. Für die nicht in der Brandwohnung befindlichen Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses gilt im Fall, dass das Stiegenhaus voll Rauch ist: Eingangstüren schließen und eventuell mit Tüchern abdichten. Fenster zur Straße oder in den Hof öffnen und auf sich aufmerksam machen“, appelliert Brandkommissär Lukas Schauer. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr haben die notwendige Ausrüstung und Ausbildung, um rasch alles Notwendige zur Menschenrettung zu unternehmen.

Quelle: MA 68 Lichtbildstelle