Waldbrandeinsatz auf Kammspitze bei Gröbming

Gestern bemerkten Augenzeugen einen kleinen Waldbrand auf der Nordseite der “Kammspitze” und setzten einen Notruf ab. Nach Alarmierung der ortszuständigen Feuerwehr Gröbming rückte diese mit dem MTF zur Lageerkundung zum Einsatzort ab. Die Lokalisierung der Brandstelle wurde mit Hilfe einer Hüttenwirtin der “Viehbergalm” vorgenommen. Nachdem die Position bekannt war, flog eine Maschine des BMI mit dem Berechsflugdienstbeauftragten BI Ing. Josef Fritz die Stelle ab, die Lageerkundung ergab, dass zwei Bäume in Brand stehen, vermutliche Brandursache: Blitzschlag.

Erste Löschversuche des BMI-Hubschraubers schlugen fehl, da ein Steuerungskabel am Bambi-Set gerissen war und somit die Menge im Löschbehälter bei der Wasseraufnahme nicht mehr reguliert werden konnte. Somit sprengte der Hubschrauber das Tragseil des bereits zu schweren Löschbehälters ab und flog aufgrund der fortgeschrittenen Dunkelheit wieder nach Graz zurück.

Zwei beherzte Feuerwehrmänner der FF Gröbming, BM Christoph Habacher und LM Jürgen Lerchegger sprangen in den “Miesbodensee”, um den Löschbehälter zu bergen. Die Suche musste aufgrund der Dunkelheit allerdings ergebnislos abgebrochen werden, die beiden tapferen Männer konnten den mit Schlangen und Blutegeln vollen Moorsee wieder verlassen und sich von den ungeliebten Tierchen befreien. Bei der anschließenden Nachbesprechung und Verpflegung in der Ritzinger-Hütte (Viehbergalm) wurde seitens Einsatzleiter ABI Gerd Bartl und BI Ing. Josef Fritz beschlossen, am nächsten Tag die Lage neu zu beurteilen und die Brandbekämpfung fortzusetzen.

Um 7 Uhr startete somit heute wieder das MTF Gröbming zum Einsatzort, um eine erneute Lagebeurteilung vorzunehmen. Parallel dazu barg ein Trupp der Feuerwehrmänner das Bambi-Set im unmittelbaren nördlichen Uferbereich des Miesbodensees. ABI Bartl forderte erneut den Waldbrandstützpunkt Aigen im Ennstal, Hubschrauber sowie die FF Gröbming-Winkl an.

Die Maschine des BMI landete mit dem Landesflugdienstbeauftragten BR Ing. Dieter Pilat am Einsatzort. Nach kurzer Lagebesprechung wurde ein Trupp der Waldbrandgruppe zum Brandherd geflogen. Danach startete die Brandbekämpfung aus der Luft mittels Hubschrauber, auch mit einer mittlerweile eingetroffenen Alouette-III des Bundesheeres. Parallel dazu füllte die Feuerwehr die Löschrucksäcke beim Miesbodensee und transportierte diese mit einem Quad zum Landeplatz. Mit diesen wurde die Brandbekämpfung durch die abgesetzte Mannschaft vorgenommen. Um 15:12 Uhr konnte schließlich “Brand-Aus” an die Bezirksfeuerwehrzentrale gemeldet werden, um 15:33 Uhr meldeten die Hubschrauber ihre Abflugbereitschaft.

Im Einsatz standen:

FF Gröbming mit MTF und einem Quad 9 Mann
FF Gröbming-Winkl mit KLF und MTF 10 Mann
FF Aigen mit Waldbrandstützpunktfahrzeug und 3 Mann der Waldbrandgruppe
FF Liezen mit BLF und 1 Mann der Waldbrandgruppe
Abschnittsfeuerwehrkommandant
BFV Liezen mit Flugdienstbeauftragtem
BFV Liezen mit Bereichsöffentlichkeitsarbeitbeauftragtem
LFV Steiermark mit Landesflugdienstbeauftragtem
BMI Mit “Libelle” (EC-135)
ÖBH, Kaserne Aigen mit Alouette-III und Tankfahrzeug (stationiert bei RK Gröbming Landeplatz)
Polizei Gröbming (Brandermittlung)

Quelle: BFV Liezen

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