ÖBFV: Österreichische Feuerwehr-Initiative für INKOMETA nominiert

Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband hat es mit seiner Medienkompetenz-Initiative „Das Internet und meine Feuerwehr“ auf die Shortlist des INKOMETA – Awards geschafft. Der Preis für erfolgreiche interne Kommunikation wird jedes Jahr in fünf Kategorien an Unternehmen, Organisationen und Agenturen im deutschsprachigen Raum vergeben.

Die ÖBFV Medien GmbH (als 100%ige Tochtergesellschaft des ÖBFV) hat dieses Projekt gemeinsam mit dem ÖBFV-Sachgebiet 1.3 – „Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung“ mit Unterstützung von Saferinternet.at und der Kommunikationsagentur The Skills Group sowie mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Inneres und der FELIX Austria GmbH entwickelt und umgesetzt.

Steigerung der Medienkompetenz

Ziel der Initiative „Das Internet und meine Feuerwehr“ des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes ist die Förderung eines sicheren und verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Medien, um insbesondere Image-Schäden für die Feuerwehr zu verhindern sowie der Auf- und Ausbau der Kompetenzen, um digitale Medien effektiv und effizient für die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr nutzen zu können.

Je mehr Feuerwehrmitglieder sich mit der sinnvollen Nutzung von sozialen Netzwerken auseinandersetzen und sich über ein korrektes Online-Verhalten informieren, desto größer wird das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Feuerwehr allgemein.

„Ich freue mich sehr, dass wir es mit diesem innovativen Projekt auf die Shortlist geschafft haben. Wir haben die letzten zwei Jahre sehr intensiv an der Realisierung gearbeitet und freuen uns, dass das Feedback so positiv ist und die Initiative auch in allen Bundesländern angenommen wird. Für diesen Preis nominiert zu sein ist eine große Ehre, wir sind schon gespannt auf das Endergebnis“, so ÖBFV Medien GmbH – Geschäftsführer Andreas Rieger.

Die Initiative im Detail

Seit Jänner 2020 werden individuelle Workshops angeboten, die direkt in den Feuerwehren stattfinden. Trainerinnen und Trainer, die von Saferinternet.at gestellt werden, besuchen Feuerwehren, um in rund zwei Stunden verschiedene Aspekte vordergründig zum Thema Social Media gemeinsam zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Um das österreichweite Trainer-Netzwerk von Saferinternet.at auf die Feuerwehr vorzubereiten, wurde ein eigenes Train-the-Trainer Programm entwickelt. Das System, die Hintergründe, die Struktur, Hierarchie, aber auch der Föderalismus im österreichischen Feuerwehrwesen und die rechtlichen Rahmenbedingungen mussten vermittelt werden.

Jeder Workshop ist individuell, die Feuerwehr kann selbst Schwerpunkte setzen: Für die eine sind Fake-News interessant, für die andere Hass im Netz oder auch das Medienrecht bei der Veröffentlichung von Inhalten.

Für den Praxisbezug im Workshop sorgen 25 Feuerwehr-Szenarien aus vier Themenfeldern (Einsatzstellenkommunikation, semi-private Kommunikation, Katastrophen- & Großschadensfall-Kommunikation, interne Kommunikation). Jedes dieser Beispiele ist so oder so ähnlich bereits tatsächlich online „passiert“. Diese Szenarien klären über die Probleme auf, werfen potenzielle Fragen auf, erläutern was besonders wichtig und zu beachten ist und liefern abschließend Verbesserungsvorschläge. Das Posting zum tödlichen Verkehrsunfall ist ebenso angeführt wie Reaktionen im politischen Umfeld, die Bewerbung eines Feuerwehrfestes, das Nicht-Veröffentlichen von Informationen aus einem Führungsstab oder die Einrichtung einer internen WhatsApp-Gruppe.

Für die Öffentlichkeitsarbeiterinnen und -arbeiter der einzelnen Feuerwehrverbände und Feuerwehren ist neben einem Flyer auch ein rund 70seitiger Leitfaden entstanden, der dabei unterstützen soll, Social Media Kanäle nach strategischen Überlegungen sinnvoll zu konzipieren und dadurch auch den Nutzen zu erhöhen.

Weitere Informationen zu den Workshops sowie Unterlagen zum Download finden Sie unter: www.fire.cc/internet-workshop

Quelle: ÖBFV – BR Andreas RIEGER, MA